14.01.2026, Polizeipräsidium München

67.       Sexueller Übergriff durch Paketzusteller – Schwanthaler Höhe

68.       Größerer Polizeieinsatz nach einer Bedrohungssituation – Schwabing

69.       Größerer Polizeieinsatz aufgrund Bedrohung – Bogenhausen

70.       Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Gräfelfing

71.       Verstoß gegen das Waffengesetz – Neuhausen

72.       Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf durch falsche Polizeibeamte – Moosach

73.       Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf durch falsche Ärztin – Neuhausen

74.       Verkehrsunfall zwischen Pkw und Trambahn – Schwanthalerhöhe 

 


67.       Sexueller Übergriff durch Paketzusteller – Schwanthaler Höhe 

Am Montag, 12.01.2026, gegen 13:10 Uhr, stellte ein 33-Jähriger mazedonischer Paketbote mit Wohnsitz in München in der Westendstraße einer 29-Jährigen an ihrer Wohnadresse ein Paket zu. Hierbei bat er die 29-Jährige um ein Glas Wasser.

Dafür betrat der 33-jährige Paketzusteller die Wohnung, wo er der 29-Jährigen Komplimente machte und sie zudem unsittlich oberhalb der Bekleidung am Becken und im Intimbereich berührte. Die 29-Jährige äußerte mehrfach, dass sie dies nicht möchte und versuchte den 33-Jährigen von sich wegzudrücken. Zusätzlich drängte der 33-Jährige die 29-Jährige sexuelle Handlungen an ihm durchzuführen.

Der 29-Jährigen gelang es schließlich, den 33-Jährigen zum Verlassen der Wohnung zu bringen. Daraufhin verständigte sie den Polizeinotruf.

Im Rahmen der eingeleiteten Fahndung konnte der 33-Jährige im Umfeld durch Beamte der Polizeiinspektion 14 (Westend) kontrolliert und vorläufig festgenommen werden. werden. Er wurde wegen des sexuellen Übergriffs angezeigt und nach der Anzeigenerstattung wieder entlassen.

Das Kommissariat 15 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


68.       Größerer Polizeieinsatz nach einer Bedrohungssituation – Schwabing

Am Dienstag, 13.01.2026, gegen 02:00 Uhr, kam es in der Hohenzollernstraße in einer Wohnung zu einer Bedrohungssituation zwischen einem 46-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München und einer 35-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München.

Vorausgegangen war ein gemeinsames Abendessen, nach welchem sich beide gemeinsam in die Wohnung des 46-Jährigen begaben. Dort kam es zum Streit infolgedessen der 46-Jährige die 35-Jährige nach aktuellem Stand der Ermittlungen mit einem pistolenähnlichen Gegenstand und einem Messer mit dem Tode bedrohte. Zusätzlich schlug er ihr mehrfach mit der Hand ins Gesicht. Weiterhin zerstörte er zwei Mobiltelefone sowie einen mitgeführten Laptop der 35-Jährigen.

Als die 35-Jährige aus der Wohnung des 46-Jährigen flüchten konnte, verständigte sie den Polizeinotruf 110. Aufgrund der geschilderten Situation begaben sich eine Vielzahl von Streifen, unter anderem ein Spezialeinsatzkommando, zur Wohnung des 46-Jährigen. Dort konnte er anschließend in der Wohnung angetroffen und gesichert werden.

Durch die Übergriffe des 46-Jährigen wurde die 35-Jährige leicht verletzt und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung gebracht werden.

Bei der anschließenden richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung konnten eine Vielzahl von Waffen und Messer aufgefunden und sichergestellt werden. Im Anschluss an die polizeiliche Sachbearbeitung wurde der 46-Jährige entlassen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.

Das Kommissariat 24 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


69.       Größerer Polizeieinsatz aufgrund Bedrohung – Bogenhausen 

Am Dienstag, 13.01.2026, gegen 11:55 Uhr, verständigte ein 47-Jähriger mit deutscher Staatsangehörigkeit den Notruf der Polizei über eine Bedrohungssituation in einem Mehrfamilienhaus. Dabei teilte er mit, dass seine über 80-jährige Nachbarin mit deutscher Staatsangehörigkeit an seiner Wohnungstür klopfte und ihn nach dem Öffnen mit einer Fleischgabel bedrohte. Anschließend begab sie sich wieder zurück in ihre Wohnung.

Aufgrund dessen begaben sich mehrere Streifen der Münchner Polizei zum Einsatzort. Durch die Einsatzkräfte konnte die über 80-Jährige in ihrer Wohnung angetroffen werden. Sie wurde anschließend wegen der Bedrohungshandlung angezeigt. Bei dem Vorfall wurden keine Personen verletzt.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 26 übernommen.


 70.       Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Gräfelfing 

Am Dienstag, 13.01.2026, gegen 14:15 Uhr, klingelte ein bislang unbekannter Täter an der Haustür eines Einfamilienhauses einer 70-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit. Er gab sich als Installateur aus und informierte die Bewohnerin über einen vermeintlichen Wasserrohrbruch. Um dies zu überprüfen, ließ die 70-Jährige den unbekannten Täter in ihr Anwesen.

Während sie sich zusammen im Badezimmer befanden, klingelte ein weiterer unbekannter Täter ebenfalls an der Haustür, woraufhin der erste Täter die Tür öffnete und so der zweite Täter ebenfalls ins Anwesen gelangte. Im Anschluss entwendete der zweite Täter Schmuck in Höhe eines fünfstelligen Betrages und beide Täter verließen das Haus in unbekannte Richtung.

Nachdem die 70-Jährige das Fehlen ihrer Schmuckgegenstände bemerkte, informierte sie über den Notruf die Polizei.
Eine sofort eingeleitete Fahndung führte bislang nicht zur Identifizierung und Ergreifung der Täter.
Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 55 übernommen.

Der erste Täter wird wie folgt beschrieben:
Männlich, 170 cm, kräftige Statur, nordeuropäisches Aussehen, rundes Gesicht, kurze Haare.
Vom zweiten Täter kann keine Beschreibung abgegeben werden.

 

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Rottenbucher Straße und Sudetenstraße (Gräfelfing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser, Sanitärinstallateure oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z.B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken überprüfen lassen, ob entsprechende Behauptungen der Wahrheit entsprechen.

Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.


71.       Verstoß gegen das Waffengesetz – Neuhausen 

Am Mittwoch, 14.01.2026, gegen 01:00 Uhr, wurde ein Zeuge auf einen Streit in der Dom-Pedro-Straße zwischen mehreren Personen aufmerksam. Zudem nahm er einen lauten Knall wahr und konnte eine männliche Person sehen, welche eine Schusswaffe in der Hand hielt, und anschließend als Fahrer in einen Pkw Mercedes stieg und sich entfernte.

Daraufhin verständigte er über den Notruf 110 die Polizei über diesen Vorfall.

Bei einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten Polizeibeamte den Pkw in der Dachauer Straße fahrend feststellen und in der Schachenmeier Straße anhalten und kontrollieren. Im Fahrzeug befanden sich neben dem Fahrer zwei weitere Personen (21Jahre alt, deutsch-brasilianische Staatsangehörigkeit und ein 17-Jähriger, deutsch-togoische Staatsangehörigkeit). Beim Fahrer, einem 19-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München konnte eine Schreckschusswaffe sowie ein dazugehöriges Magazin aufgefunden werden. Eine Erlaubnis hierfür konnte der 19-Jährige nicht vorweisen. Die Gegenstände wurden deshalb vor Ort beschlagnahmt.

Der 19-Jährige wurde wegen des Verstoßes nach dem Waffengesetz angezeigt. Bezüglich der vorangegangen Streitigkeit bedarf es weiterer Ermittlungen.

Diese werden von der Münchner Kriminalpolizei übernommen


72.       Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf durch falsche Polizeibeamte – Moosach 

Am Dienstag, 13.01.2026, gegen 14:30 Uhr, erhielt ein 82-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München einen Anruf eines ihm unbekannten Täters, welcher sich als Polizeibeamter ausgab. Im Telefonat wurde ihm mitgeteilt, dass seine Tochter für einen Verkehrsunfall verantwortlich sei, bei dem eine Person ums Leben gekommen ist. Um die Inhaftierung seiner Tochter zu vermeiden, solle er nun eine hohe Kaution entrichten. Davon überzeugt übergab der 82-Jährige gegen 16:15 Uhr an seiner Wohnadresse Bargeld in Höhe eines mittleren fünfstelligen Betrages an einen weiteren unbekannten Täter.

Als dem Senior der Betrug auffiel, verständigte er den Polizeinotruf 110. Eine sofort eingeleitete Fahndung ergab bislang keine Hinweise auf die Täter.
Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Abholer wurde wie folgt beschrieben:

Männlich, 35 Jahre alt, südländisches Erscheinungsbild, Vollbart; schwarz gekleidet, hatte schwarzen Rucksack bei sich

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Ohlauer Straße, Untermenziger Straße sowie Benzstraße (Moosach) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.

Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:

•           Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.

•           Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

•           Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.

•           Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

•           Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

•           Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.


73.       Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf durch falsche Ärztin – Neuhausen 

Am Dienstag, 13.01.2026, gegen 17:15 Uhr, erhielt eine 61-Jährige mit Wohnsitz in München einen Anruf einer ihr unbekannten Person, welche sich als Arzt ausgab. Für die Behandlung eines Krebsleidens der Tochter solle die 61-Jährige nun die Kosten für die Behandlung übernehmen. Die Kosten sollen ihr von der Krankenkasse im Nachhinein rückerstattet werden.

Darauf ließ sich die 61-Jährige ein und übergab noch am selben Tag gegen 18:45 Uhr Gold und Schmuck in Höhe eines niedrigen sechsstelligen Betrages an eine unbekannte Abholerin.

Nach dem Kontakt mit ihrer Tochter bemerkte sie den Betrug, woraufhin sie die Polizei informierte.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 61.

Die Abholerin konnte wie folgt beschrieben werden:

Weiblich, ca. 45 Jahre, 165 cm, schlanke Statur, osteuropäisches Erscheinungsbild, leise Sprache, krauses schulterlanges Haar; weite Jacke

Zeugenaufruf:

Wem sind im angegebenen Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Hedwigstraße, Kapschstraße und Leonrodstraße (Neuhausen) oder in deren näheren Umgebung aufgefallen?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Die Polizei stellt klar: Dies ist eine Betrugsmasche.

Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z.B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.

Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte…

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!

•           Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.

•           Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.

•           Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!

•           Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!


74.       Verkehrsunfall zwischen Pkw und Trambahn – Schwanthalerhöhe 

Am Mittwoch, 14.01.2026, gegen 15:50 Uhr, fuhr ein 33-jähriger kasachischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Tschechien mit einem Lkw der Marke MAN auf der Landsberger Straße in Richtung Bayerstraße.

Zeitgleich befuhr ein 23-jähriger deutsch-türkischer Staatsbürger mit Wohnsitz in München mit einem Pkw BMW ebenfalls die Landsberger Straße in gleicher Richtung. Er befand sich in Fahrtrichtung links neben dem Lkw.

Kurz vor der Kreuzung mit der Trappentreustraße touchierten sich die beiden Fahrzeuge seitlich. Dabei entstand jeweils ein Sachschaden.

Kurz nach dem Unfallgeschehen fuhr ein 52-jähriger deutsch-irakischer Staatsbürger mit Wohnsitz in München mit seinem Pkw Nissan rechts an der Unfallstelle vorbei. Er wollte mutmaßlich nach links auf die Donnersbergerbrücke einbiegen, um dieser in Richtung Landshuter Allee zu folgen.

Zeitgleich fuhr eine Trambahn links von der Unfallstelle die Landsberger Straße in Richtung Bayerstraße entlang.

Auf dem Gleisbereich kam es zum Zusammenstoß zwischen der Trambahn und dem Pkw des 52-Jährigen. Der Pkw wurde dabei noch mehrere Meter über die Bahngleise geschoben.

Am Pkw des 52-Jährigen entstand ein Totalschaden.

Durch die beiden Unfälle wurde niemand verletzt.

Während der Unfallaufnahme vor Ort kam es für ca. 1,5 Stunden zu Verkehrsbeeinträchtigungen.