27.01.2026, Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

MINDELHEIM. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde in einer Unterkunft für Geflüchtete in Mindelheim ein 14‑jähriger Junge von einer 44‑jährigen Mitbewohnerin mit einem Messer verletzt.

Gegen Mitternacht kam es wegen einer Ruhestörung zu einer Streitigkeit. Nachdem die ukrainische Tatverdächtige durch den Jungen und seine Mutter zur Ruhe ermahnt worden war, holte diese ein Messer aus ihrem Zimmer und stach auf den Jugendlichen ein. Der 14-Jährige wehrte sich hierbei mit einem Faustschlag. Dabei erlitt die Tatverdächtige leichte Verletzungen. Beide Personen wurden umgehend in ein Krankenhaus gebracht und ärztlich versorgt. Der Junge wurde stationär aufgenommen, befindet sich aber außer Lebensgefahr. Die Tatverdächtige wurde nach kurzer Behandlung entlassen und wegen des Tatverdachts eines versuchten Tötungsdelikts vorläufig festgenommen.

Die polizeilichen Ermittlungen vor Ort führten die Beamtinnen und Beamte der Polizeiinspektion Mindelheim und des Kriminaldauerdienstes durch. Die weitere Sachbearbeitung übernahm das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen.

Die Tatverdächtige wurde am Montag beim Amtsgericht Memmingen vorgeführt. Die zuständige Ermittlungsrichterin erließ den von der Staatsanwaltschaft Memmingen beantragten Haftbefehl und setzte diesen in Vollzug. Die Tatverdächtige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Klärung des genauen Tathergangs dauern noch an. (KPI Memmingen)

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