05.02.2026, Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

THANNHAUSEN. Am 28.10.2025 kam es gegen Mittag in Thannhausen zu einem versuchten Anrufbetrug. Die Täter gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und täuschten gegenüber dem 81-jährigen Opfer vor, dass es notwendig sei, dessen Vermögenswerte vor betrügerischen Bankmitarbeitern zu schützen. Die Täter forderten das Opfer auf, Vermögenswerte bei der Bank abzuholen und an die Täter zu übergeben. Jedoch durchschaute der 81-Jährige den Betrugsversuch und wandte sich an die Kriminalpolizeiinspektion Memmingen.
Seitens des zuständigen Fachkommissariats der Kriminalpolizei in Memmingen wurden über mehrere Monate umfangreiche Ermittlungen gegen die Hintermänner des Anrufbetrugs geführt. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 17 und 45 Jahren, welche die deutsche, die italienische bzw. die türkische Staatsangehörigkeit besitzen. Im Zuge der bisherigen Ermittlungen konnten der Gruppierung bereits mehrere Fälle von Anrufbetrügen in Bayern und Baden-Württemberg zugeordnet werden.

In diesem Zusammenhang wurden am Mittwoch, den 04.02.2026, an mehreren Objekten im Landkreis Günzburg, Alb-Donau-Kreis und im Stadtgebiet Ulm Durchsuchungen durchgeführt. An den Durchsuchungen waren Polizeikräfte aus Bayern mit Unterstützung der Kriminalpolizeidirektionen Ulm und Karlsruhe beteiligt. Hierbei wurden zwei vom Amtsgericht Memmingen erlassene Haftbefehle gegen eine deutsche Tatverdächtige und einen italienischen Tatverdächtigen vollzogen.

Die zuständige Ermittlungsrichterin hielt die von der Staatsanwaltschaft Memmingen beantragten Haftbefehle aufrecht. Die beiden Tatverdächtigen wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert. (KPI Memmingen)

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