GRÖBENZELL, LKR. FÜRSTENFELDBRUCK, HEIMHAUSEN; LKR. DACHAU; 06.02.2026_In den vergangenen Tagen ereigneten sich zwei Betrugsfälle, bei denen bislang unbekannte Täter mit Schockanrufen eine Seniorin und einen Senior um ihr Vermögen brachten. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise.
Im ersten Fall (04.02.2026) kontaktierte ein angeblicher Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft eine Rentnerin aus Gröbenzell. Mit der Legende, der Sohn hätte einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, aufgrund dessen nun eine hohe Kaution zur Abwendung einer Haftstrafe fällig wäre, brachte der unbekannte Täter die Frau dazu, auf seine Forderung einzugehen. Sie übergab in der Folge Bargeld und Schmuck in Höhe von fast 50 000 Euro an eine weibliche Abholerin.
Die nicht genauer eingrenzbare Abholzeit dürfte sich zwischen 20.00 Uhr und 22.00 Uhr befinden. Der Übergabeort lag im Bereich der Lena-Christ-Straße / Am Schützeneck / Tannenfleckstraße.
Am 05.02.2026 erhielt ein über 80-Jähriger aus Haimhausen einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter einer Fürsorgestelle. Auch hier kamen die Betrüger mit der Geschichte des tödlichen Verkehrsunfalles ans Ziel.
Gegen 14.40 Uhr erschien die bereits angekündigte Abholerin an der Wohnanschrift des Rentners und ließ sich ca. 20 000 – 30 000 Euro Bargeld, verpackt in einer Tüte übergeben.
Die Übergabe fand in der Hauptstraße, Nähe Haltestelle „Haimhausen Schloss“ statt.
Danach entfernte sie sich zu Fuß. Eine kurz darauf eingeleitete polizeiliche Fahndung im Nahbereich verlief ergebnislos.
Personenbeschreibung der Abholerin in beiden Fällen:
Weiblich, ca. 165 cm groß, braun-blonde bis zum Hals reichende Haare, trug einen braunen knielangen Mantel und sprach mit osteuropäischem Akzent
Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck bittet, Zeugen, die Hinweise geben können, diese unter der Telefonnummer 08141/612-0 zu melden und rät:
Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!
Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!