08.03.2026, Polizeipräsidium Oberbayern Süd

SCHLIERSEE, LKR. MIESBACH. Am Samstag, 7. März 2026, kam es in den Mittagsstunden zu einem tödlicher Bergunfall. Eine 74-jährige Frau aus München kam im Abstieg von der Bodenschneid zu Sturz und zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, dass nur mehr ihr Tod festgestellt werden konnte. Ein Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe bei der Grenzpolizeiinspektion in Raubling führt die Ermittlungen.  

Zu dem Bergunfall mit tragischem Ausgang kam es am Samstagmittag (07.03.2026) gegen 12.50 Uhr. Eine 74-jährige Frau aus München kam dabei im Abstieg von der Bodenschneid zu Sturz und verletzte sich tödlich.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befand sich die Frau auf der Nordseite, wo sie im hart gefrorenen Altschnee ausrutschte, sich nicht mehr halten konnte und in der Folge über steiles Gelände ca. 150 Meter abrutschte. Die Dame wurde durch Ersthelfer an der Unfallstelle versorgt. Die alarmierte Bergwacht Hausham, als auch die Besatzung eines Rettungshubschraubers konnten trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen vor Ort nur noch den Tod der Frau feststellen. Die Unfallaufnahme und Bergung vor Ort erfolgte durch zwei Polizeibergführer der Grenzpolizeiinspektion Raubling in Zusammenarbeit mit der Bergwacht Hausham. Im Einsatz befanden sich neben sieben Einsatzkräften der Bergwacht Hausham auch das Kriseninterventionsteam der Bergwacht, der Rettungshubschrauber Christoph 1 sowie vier Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. 

Die Polizei möchte gemeinsam mit der Bergwacht Hausham auf die aktuell zum Teil noch winterlichen Verhältnisse im Gebirge hinweisen. Insbesondere nordseitig ist immer noch eine größtenteils geschlossene Schneedecke vorhanden, welche auf Grund der nächtlichen Temperaturen hart gefroren ist. Auch wenn in sonnigen Bereichen bereits hohe Temperaturen erreicht werden und zum Wandern einladen, herrschen in Schattenbereichen noch winterliche Verhältnisse. Während der Unfallaufnahme rutschten noch weitere Personen im Bereich der Einsatzstelle ab, wobei es aber glücklicherweise zu keinen Verletzungen kam. Oftmals sind auch sogenannte Grödel oder Eisspikes nicht ausreichend.