13.03.2026, Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

IMMENSTADT. Am Freitagnachmittag, den 06.03.2026, wurde durch die Polizei verhindert, dass eine 83-Jährige Bargeld und Wertsachen im mittleren sechsstelligen Wert übergab. Die Frau hatte einen Anruf auf dem Festnetztelefon erhalten, wobei sich der Anrufer als Polizist ausgab. Dieser teilte der 83-jähringen Frau mit, dass deren Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Um die Haft der Tochter abzuwenden, müsste die Frau eine hohe Kaution übergeben.

Ein aufmerksamer Nachbar informierte die Tochter der 83-Jährigen über den laufenden Betrugsversuch. Die Tochter wiederum wandte sich an die Polizei, da ihre Mutter telefonisch nicht erreichbar war und sich auf dem Weg zu ihrer Bank befand.

Durch sofortige Fahndungsmaßnahmen der zuständigen Polizeiinspektion Immenstadt und der Kriminalpolizeiinspektion Kempten konnte die 83-Jährige noch vor der Übergabe der Wertgegenstände angetroffen werden. In der Nähe zum vereinbarten Übergabeort wurde eine polnische Tatverdächtige durch die Beamten festgenommen.

Die 42-Jährige wurde am Samstag vorgeführt. Der zuständige Ermittlungsrichter erließ den von der Staatsanwaltschaft Memmingen beantragten Haftbefehl und setzte diesen in Vollzug. Die Tatverdächtige wurde im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei Kempten sind die Ermittlung der Hintermänner und die Prüfung, ob die Tatverdächtige bereits vergleichbare Taten begangen hat. (KPI Kempten)

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