13.03.2026, Polizeipräsidium München

385.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach einem Gewaltdelikt – Haar

386.     Organisierter Callcenterbetrug; Falscher Bankmitarbeiter – Berg am Laim

387.     Organisierter Callcenterbetrug; Falscher Arzt – Milbertshofen

388.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach Trickdiebstahl – Schwanthaler Höhe

389.     Brand in einer Wohnung; eine Person verletzt – Schwabing

390.     Terminhinweis: Infostand der Sicherheitswacht des Polizeipräsidiums


385.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach einem Gewaltdelikt – Haar

Am Donnerstag, 12.03.2026, gegen 22:15 Uhr, wurde der Polizeinotruf 110 von einem Zeugen über eine Auseinandersetzung zwischen zwei Personen in einem Wohngebäude in der Georg-Eisenreich-Straße in Haar informiert, bei der eine Person verletzt wurde.

Sofort wurden mehrere Streifen der Münchner Polizei sowie Einsatzkräfte des Rettungsdienstes zur Einsatzörtlichkeit entsandt.

Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf eine 49-jährige deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz im Landkreis München, die mehrere Schnitt- und Stichverletzungen am Oberkörper sowie im Kopfbereich aufwies. Sie wurde umgehend von den eintreffenden Polizeibeamten und dem Rettungsdienst erstversorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Im Rahmen der ersten Ermittlungen ergab sich ein Tatverdacht gegen einen 50-jährigen libanesischen Staatsangehörigen und ohne festen Wohnsitz, der sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr am Tatort befand. Im Zuge der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch eine Drohne sowie ein Polizeihund eingesetzt wurden, konnte der Mann gegen 23:30 Uhr am S-Bahnhof in Haar von der Polizei angetroffen und festgenommen werden.

Gegen ihn wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Er wurde in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht.

Noch in der Nacht nahm die Münchner Kriminalpolizei (K11 – Tötungsdelikte) die Ermittlungen am Tatort auf. Es wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt.

Nach den bisherigen Ermittlungen könnte die Ursache der Auseinandersetzung im Zusammenhang mit einer früheren Beziehung der Beteiligten stehen.


386.     Organisierter Callcenterbetrug; Falscher Bankmitarbeiter – Berg am Laim

Am Donnerstag, 12.03.2026, gegen 11:30 Uhr, erhielt eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf von einer ihr unbekannten männlichen Person, die sich als Bankmitarbeiter vorstellte. Er gab an, dass es Informationen gäbe, wonach sie Opfer eines Betrugs werden könnte. Um sich zu schützen, müsse sie ihren Schmuck vorzeigen und dokumentieren lassen.

Nachdem die Frau überzeugt war und sich einverstanden erklärte, erschien ein weiterer unbekannter Täter an ihrer Wohnungstür und zeigte ihr einen falschen Polizeidienstausweis auf dem Mobiltelefon. Die Frau übergab anschließend ihre Wertgegenstände und Münzen im Wert von mehreren tausend Euro. Der Täter ging unter dem Vorwand, die Sachen in seinem Fahrzeug dokumentieren zu müssen, weg und entfernte sich in unbekannte Richtung.

Nachdem der Täter nicht zurückkam, wurde die über 80-Jährige misstrauisch und verständigte den Polizeinotruf 110. Sofort durchgeführte Fahndungsmaßnahmen im Nahbereich brachten keine neuen Hinweise auf den Täter.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Abholer wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 25 Jahre alt, ca. 170 cm groß; bekleidet mit einer dunkelblauen Jacke, Jeanshose und hellen Schuhen

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Schildensteinstraße, Josephsburgstraße und Kreillerstraße (Berg am Laim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


387.     Organisierter Callcenterbetrug; Falscher Arzt – Milbertshofen

Am Donnerstag, 12.03.2026, gegen 14:50 Uhr, erhielt eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf eines ihr unbekannten Mannes, welcher sich als Professor im Klinikum Großhadern vorstellte. Er teilte ihr mit, dass der Enkel der Seniorin im Krankenhaus liegen und sich wegen einer Infektion in einem kritischen Zustand befinden würde. Für die Behandlung würde ein Medikament benötigt, welches 70.000 Euro kostet.

Letztlich übergab die Frau einem weiteren unbekannten Täter vor ihrer Haustür mehrere tausend Euro Bargeld. Unmittelbar nach der Übergabe rief sie ihre Tochter an, welche den Betrug erkannte und die Polizei verständigte.

Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen im Nahbereich brachten keine neuen Erkenntnisse über den Täter.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Abholer wurde wie folgt beschrieben:  
Männlich, ca. 30 Jahre alt, 175 cm groß, schlank, südeuropäische Erscheinung, leicht gelocktes Haar

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Bad-Soden-Straße, Griegstraße, Eduard-Schenk-Straße und Torquato-Tasso-Straße (Milbertshofen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis der Münchner Polizei:
Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z.B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.

Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte…

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!

•           Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.

•           Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.

•           Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!

•           Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!


388.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach Trickdiebstahl – Schwanthaler Höhe

Am Donnerstag, 12.03.2026, gegen 20:20 Uhr, befanden sich ein 52-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis Ebersberg und ein 48-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen in einem gastronomischen Betrieb, als ein 31-Jähriger mit rumänischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland diesen betrat.

Der 31-Jährige ging zum Tisch der beiden und während er ihnen Zeitungen anbot, entwendete er unbemerkt die auf dem Tisch liegenden Mobiltelefone. Noch bevor der 31-Jährige den Tatort verlassen konnte, bemerkte der 52-Jährige den Diebstahl. Der 31-Jährige wurde daraufhin von ihm und weiteren Gästen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Die Mobiltelefone wurden anschließend an die Besitzer zurückgegeben.

Der 31-Jährige wurde vorläufig festgenommen, wegen der Tat angezeigt und nach Abschluss der durchgeführten polizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

Das Kommissariat 55 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


389.     Brand in einer Wohnung; eine Person verletzt – Schwabing

Am Donnerstag, 12.03.2026, gegen 16:00 Uhr, befand sich eine Anwohnerin eines Mehrfamilienhauses in ihrer Wohnung und sie bereitete sich nach den ersten Erkenntnissen in der Küche Essen zu. Dabei entstand ein Brand.

Die Frau ging auf ihren Balkon und rief um Hilfe. Ein Passant verständigte die Feuerwehr, welche den Brand löschen konnte.

Die Frau erlitt durch den Brand leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

In der Wohnung entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro.

Die Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar.

Das Kommissariat 13 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


390.     Terminhinweis: Infostand der Sicherheitswacht des Polizeipräsidiums

Die Bayerische Sicherheitswacht informiert am

Sonntag, 15.03.2026, von 11:00 bis 17:00 Uhr,

mit einem Infostand am Fischbrunnen am Marienplatz über ihre Aufgaben, Ziele und Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements.

Die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist nicht allein eine Angelegenheit der Polizei, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Mit der freiwilligen und ehrenamtlichen Einbindung verantwortungsbewusster Bürgerinnen und Bürger in das bayerische Sicherheitskonzept werden die objektive Sicherheitslage und das subjektive Sicherheitsgefühl gestärkt und verbessert.

Erfolgreiche Sicherheitsarbeit kann nur in enger Zusammenarbeit von Polizei und Bevölkerung stattfinden. Deshalb ist die Sicherheitswacht unmittelbar an die Polizei angebunden. Gemeinsam sorgen sie für ein PLUS an Sicherheit, Zivilcourage und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Die Angehörigen der Bayerischen Sicherheitswacht leisten durch ihr verantwortungsvolles Auftreten einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Kriminalität. Zusätzlich zur Polizei sind sie an öffentlichen Orten präsent und können dadurch viele Ordnungsstörungen frühzeitig erkennen und verhindern.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, den Infostand zu besuchen, mehr über die Aufgaben und das Engagement der Sicherheitswacht zu erfahren und mit den ehrenamtlichen Mitgliedern persönlich ins Gespräch zu kommen.

Zudem sind unsere Kolleginnen und Kollegen der Einstellungsberatung vor Ort und informieren Sie über den Polizeiberuf und das Bewerbungsverfahren bei der Bayerischen Polizei.