29.03.2026, Polizeipräsidium München

457.     Große Durchsuchungsaktion wegen Kinderpornographie – Stadtgebiet und Landkreis München

458.     Pkw verursacht Verkehrsunfall zwischen Rettungswagen und Pkw und flüchtet – Pasing-Obermenzing

459.     Brandfall in einem Mehrfamilienhaus – Nymphenburg-Neuhausen

460.     Größerer Polizeieinsatz aufgrund einer Bedrohungssituation – Ramersdorf

461.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach organisiertem Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Höhenkirchen-Siegertsbrunn

462.     Organisierter Callcenterbetrug; falscher Krankenhausmitarbeiter – Sendling

463.     Einbruch in Betreuungseinrichtung – Unterhaching 

464.     Verletzte Person nach Sturz aus Höhe – Baierbrunn

465.     Unfall auf Baustelle; eine Person schwer verletzt – Johanneskirchen

466.     Hinweis:

            Übungen der Münchner Polizei – Schwabing


457.     Große Durchsuchungsaktion wegen Kinderpornographie – Stadtgebiet und Landkreis München 

Am Mittwoch, 25.03.2026, gab es in Bayern mehrere Durchsuchungen wegen des Verdachts der Kinderpornographie. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München wurden durch das ermittelnde Kommissariats 17 unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München I und der bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg eingerichteten Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) zur Bekämpfung von Pornographie und sexuellem Missbrauch im Internet umfangreiche Durchsuchungen durchgeführt.

Im Zuge dessen durchsuchten ca. 35 Einsatzkräfte der Polizei auf richterliche Anordnung hin 14 Wohnungen davon 13 in der Stadt und eine Wohnung im Landkreis München. Alle Durchsuchungen verliefen störungsfrei.

Bei den insgesamt 14 männlichen Tatverdächtigen im Alter zwischen 17 und 78 Jahren besteht der dringende Tatverdacht Kinderpornographien besessen und auch teilweise verbreitet zu haben. Zusammenhänge und für die jeweiligen Tathandlungen relevante Verbindungen zwischen den einzelnen Tatverdächtigen sind nach dem momentanen Ermittlungsstand nicht gegeben.

Die Straftaten werden überwiegend über das Bundeskriminalamt (BKA) gemeldet. Die eingesetzten Polizeibeamten stellten bei der Durchsuchungsaktion zahlreiche Mobiltelefone, Computersysteme, elektronische Speichermedien und weitere elektronische Geräte sicher. Es wurden im Nachgang zwei Personen erkennungsdienstlich behandelt und eine Person vorgeladen.

Alle 14 Tatverdächtigen wurden nach Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Die digitalforensische Auswertung nach inkriminierten Dateien dauert entsprechend an.

Die fortlaufenden Ermittlungen führt das Kommissariat 17.


458.     Pkw verursacht Verkehrsunfall zwischen Rettungswagen und Pkw und flüchtet – Pasing-Obermenzing 

Am Freitag, 27.03.2026, gegen 18:15 Uhr, befuhr ein Feuerwehrbeamter mit einem Krankentransportwagen im Rahmen einer Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn die Pippinger Straße nördlich in Richtung Mühlangerstraße.

Gleichzeitig befand sich ein 52-jähriger Nordmazedonier mit Wohnsitz in München mit einem Mercedes-Kleintransporter ebenfalls auf der Pippinger Straße südlich in Richtung Verdistraße. Er fuhr mit seinem Fahrzeug an den rechten Straßenrand, um dem Krankentransportwagen ausreichend Platz zum Passieren zu geben.

Auf Höhe der Hausnummer 169 fuhr plötzlich ein bislang unbekannter Fahrer mit einem nicht näher bekannten Kleinwagen wieder auf die Fahrbahn ein, nachdem dieser zuvor am rechten Straßenrand gestanden hatte, und setzte seine Fahrt in Richtung Mühlangerstraße fort.

Der Fahrer des Krankentransportwagens konnte einen Zusammenstoß mit dem Kleinwagen verhindern und wich dabei nach links in den Gegenverkehr aus. Dabei touchierte er den Mercedes des 52-Jährigen.

Der unbekannte Kleinwagen-Fahrer setzte seine Fahrt fort und entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle.

Durch den Verkehrsunfall entstand sowohl am Fahrzeug des 52-Jährigen als auch am Krankentransportwagen Sachschaden.

Bei dem Verkehrsunfall wurde niemand verletzt.

Während der Unfallaufnahme kam es nur zu geringen
Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallverursacher machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstr. 210, 81549 München, Tel.: (089) 6216-3322, in Verbindung zu setzen.


459.     Brandfall in einem Mehrfamilienhaus – Nymphenburg-Neuhausen 

Am Freitag, 27.03.2026, gegen 02:30 Uhr, verständigten Anwohner eines Mehrfamilienhauses den Notruf, da im dortigen Treppenhaus ein elektronischer Rollstuhl brannte.

Es wurden sofort Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr zur Einsatzörtlichkeit geschickt. Die Polizei richtete Absperrungen ein.

Das Feuer konnte vor Ort durch die Feuerwehr gelöscht werden. Die Brandursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Im Treppenhaus entstand ein Sachschaden im mittleren fünfstelligen Bereich.  

Durch den Brand wurde niemand verletzt.

Das Kommissariat 13 hat die weiteren Ermittlungen, insbesondere zur Brandursache, übernommen.


460.     Größerer Polizeieinsatz aufgrund einer Bedrohungssituation – Ramersdorf 

Am Freitag, 27.03.2026, gegen 14:40 Uhr, befanden sich ein 17- und 16-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Eichstätt und ein 20-Jähriger mit Wohnsitz in München (alle bulgarische Staatsbürger) auf der Aribonenstraße in München.

Gleichzeitig befanden sich an der Örtlichkeit ein zu diesem Zeitpunkt unbekannter Mann und eine unbekannte Frau, die vor Ort eine verbale Auseinandersetzung führten. Als die beiden die Jugendlichen bemerkten, bedrohten sie diese unvermittelt, mutmaßlich mit einem spitzen Gegenstand.

Die drei Jugendlichen entfernten sich daraufhin von der Tatörtlichkeit und verständigten parallel telefonisch den Polizeinotruf.

Sofort begaben sich mehr als zehn Streifen der Münchner Polizei zur Einsatzörtlichkeit.

An der Tatörtlichkeit konnten die Beamten einen Tatverdächtigen festnehmen. Es handelte sich hierbei um einen 43-jährigen deutsch-italienischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Kurze Zeit später konnte eine weitere tatverdächtige Person im tatortnahen Bereich angetroffen und festgenommen werden. Dabei handelte es sich um eine 39-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München.

Durch den Vorfall wurde niemand verletzt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden der 43-Jährige und die 39-Jährige vor Ort entlassen.

Gegen die beiden wird nun wegen Bedrohung ermittelt.

Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


461.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach organisiertem Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Höhenkirchen-Siegertsbrunn 

Am Freitag, 27.03.2026, gegen 10:15 Uhr, wurde ein 75-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis München von einem bislang unbekannten Täter angerufen, der sich als Polizeibeamter ausgab. Dieser behauptete, bei zuvor festgenommenen Einbrechern seien die Personalien des 75‑Jährigen aufgefunden worden. Im weiteren Verlauf erkundigte sich der vermeintliche Polizeibeamte nach den Wertgegenständen des 75‑Jährigen.

Der 75‑Jährige erkannte sofort, dass es sich um eine Betrugsmasche handelte, und verständigte parallel telefonisch den Polizeinotruf, nachdem er mit dem Anrufer die Abholung der Wertgegenstände an seiner Wohnungstür vereinbart hatte.

An der Wohnörtlichkeit des 75‑Jährigen konnte schließlich ein Abholer festgenommen werden. Es handelte sich hierbei um einen 20‑Jährigen mit Wohnsitz in Rosenheim.

Er wurde der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Nach erfolgter Klärung der Haftfrage durch den Ermittlungsrichter wird der 20‑Jährige am Montag, 30.03.2026, einer Justizvollzugsanstalt überstellt.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


462.     Organisierter Callcenterbetrug; falscher Krankenhausmitarbeiter – Sendling 

Am Freitag, 27.03.2026, gegen 14:00 Uhr, wurde eine über 80-Jährige mit Wohnsitz in München von einer bislang unbekannten Täterin angerufen, die sich als Mitarbeiterin eines Krankenhauses ausgab. Sie behauptete, die Tochter der über 80-Jährigen leide an Krebs und dass nun Bargeld für die teuren Medikamente benötigt werde.

Die über 80-Jährige vereinbarte mit der unbekannten Täterin eine Geldsumme im fünfstelligen Bereich und übergab diese an ihrer Wohnadresse an einen weiteren unbekannten Täter.

Der Betrug fiel erst im Nachgang auf, als sie mit ihrer Tochter sprach. Anschließend erstatten sie und ihre Tochter eine Anzeige bei der Polizei.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:
Männlich, schlank, ca. 175 cm groß, Glatze, kein Bart, blasse Haut. Er trug ein dunkles Hemd, blaue Jeans und eine blaue Jeansjacke.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum zwischen 14:00 und 16:00 Uhr im Bereich der Lindwurmstraße, Alramstraße und der Daiserstraße (Sendling) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


463.   Einbruch in Betreuungseinrichtung – Unterhaching 

Im Zeitraum zwischen Montag, 23.03.2026, 18:40 Uhr, und Mittwoch, 25.03.2026, 14:00 Uhr, gelangten ein oder mehrere bislang unbekannte Täter gewaltsam in das Innere einer Betreuungseinrichtung.

Der oder die unbekannten Täter durchsuchten die Räumlichkeiten und flüchteten anschließend ohne Mitnahme von Beute unerkannt in unbekannte Richtung.

Durch die Münchner Kriminalpolizei wurde vor Ort eine umfangreiche Spurensicherung durchgeführt.

Das Kommissariat 52 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Wer hat im o.g. Zeitraum im Bereich Von-Stauffenberg-Straße, Leuschnerstraße und Ludwig-Thoma-Straße (Unterhaching) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


464.   Verletzte Person nach Sturz aus Höhe – Baierbrunn 

Am Samstag, 28.03.2026, gegen 20:00 Uhr, befanden sich zwei minderjährige Mädchen mit Wohnsitz im Landkreis München auf dem Dach eines Gebäudes. Das Dach ist mit mehreren Plexiglasscheiben verlegt.

Beim Betreten der Scheiben brach eine davon ein, woraufhin eine der beiden Minderjährigen mehrere Meter zu Boden stürzte. Zeugen verständigten daraufhin den Notruf.

Sie verletzte sich hierbei schwer und wurde vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Bei dem Einsatz wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird von einem Unfallgeschehen ausgegangen.


465.     Unfall auf Baustelle; eine Person schwer verletzt – Johanneskirchen 

Am Samstag, 28.03.2026, gegen 08:20 Uhr, kam es auf einem größeren Betriebsgelände in Johanneskirchen zu einem Arbeitsunfall. Zu der Zeit wurden dort Dacharbeiten durchgeführt. Da die Dachplatten aus zwei unterschiedlichen Materialien bestehen, wurden die dünneren Dachplatten aufgrund der Durchbruchsgefahr entsprechend markiert.

Ein 20-jähriger rumänischer Staatsangehöriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland befand sich während der Arbeiten auf dem Dach und trat mutmaßlich auf eine der markierten Dachplatten. Hierbei stürzte er aus mehreren Metern Höhe zu Boden.

Der 20-Jährige erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die weiteren Ermittlungen zur Unfallursache werden von der Münchner Kriminalpolizei geführt.


466.     Hinweis:

Übungen der Münchner Polizei – Schwabing 

Am Montag, 30.03.2026, Mittwoch,08.04.2026, 01.04.2026 und Donnerstag, 09.04.2026 von jeweils 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr, findet im Bereich des Willi-Graf-Gymnasiums eine polizeiliche Übung statt.

Hierbei agieren die Einsatzkräfte u.a. mit Schutzausrüstung und Platzpatronen.

Es wird die Einsatztaktik und das Vorgehen in sog. „Lebensbedrohlichen Einsatzlagen“ in einem Rahmen trainiert, der durch das regelmäßig stattfindende Polizeiliche Einsatztraining, insbesondere durch die hohe Anzahl an teilnehmenden Einsatzkräften, nicht dargestellt werden kann.

Während der Übungsdurchgänge kann es dazu kommen, dass Knallgeräusche und Schreie zu hören sind. Durch die Übung besteht keine Gefahr für Unbeteiligte.

Sollten Sie aufgrund von Wahrnehmungen verunsichert sein, kann jederzeit die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden.