03.04.2026, Polizeipräsidium München

490.     Festnahmen von drei Tatverdächtigen nach Ladendiebstahl mit Waffen – Altstadt

491.     Größerer Polizeieinsatz wegen eines verdächtigen Gegenstands – Ismaning

492.     Zusammenstoß eines Streifenwagens mit einem Pkw; zwei Polizeibeamte werden leicht verletzt – Freimann

493.     Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – Haar

494.     Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – Grasbrunn


490.     Festnahmen von drei Tatverdächtigen nach Ladendiebstahl mit Waffen – Altstadt

Am Mittwoch, 01.04.2026, befanden sich Polizeibeamte der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) und einer Einsatzhundertschaft im Bereich einer öffentlichen Tiefgarage aufgrund eines Hinweises, dass dort Personen Betäubungsmittel konsumieren würden. Die Beamten trafen dort auf drei männliche Personen (einen 17-jährigen Jordanier, der in einer Unterkunft in München wohnt, einen 19-jährigen Jemeniten, der in einer Unterkunft im Landkreis Dachau wohnt und einen 16-jährigen Syrer, der in einer Unterkunft im Landkreis Ebersberg wohnt), die gerade dabei waren, Diebstahlssicherungen von verschiedenen Bekleidungsstücken zu entfernen.

Der 17-Jährige hatte in dieser Situation eine echt aussehende Spielzeugpistole in der Hand. Er wurde aufgefordert, diese abzulegen. Nachdem er dies nur zögerlich tat, wurde er wiederholt dazu aufgefordert und einer der eingesetzten Beamten zog dabei auch seine Schusswaffe.

Nachdem die Waffe abgelegt wurde, wurden alle drei Tatverdächtigen durchsucht. Dabei wurden noch ein Mulitfunktionsmesser und eine weitere Spielzeugpistole aufgefunden. Diese Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Die Wohnunterkunft des 17-Jährigen wurde später ebenfalls durchsucht. Dabei konnten weitere Kleidungsstücke aufgefunden werden. Diese Kleidungsstücke und die Kleidungsstücke die am Kontrollort aufgefunden wurden (zusammen um die 50 Kleidungsstücke), sowie die Mobiltelefone der drei Tatverdächtigen wurden beschlagnahmt

Die drei wurden wegen Ladendiebstahl mit Waffen angezeigt und nach der polizeilichen Sachbearbeitung wieder entlassen. Das Kommissariat 56 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Hierbei wird auch versucht, die aufgefunden Kleidungsstücke einzelnen Taten und Tatorten zuzuordnen.


491.     Größerer Polizeieinsatz wegen eines verdächtigen Gegenstands – Ismaning

Am Donnerstag, 02.04.2026, gegen 20:30 Uhr, rief ein Mitteiler beim Polizeinotruf 110 an und gab an, dass er einen Bekannten schon länger nicht mehr gesehen hatte. Nach einer ersten Bewertung des Sachverhalts wurden Einsatzkräfte der Polizeiinspektion 26 (Ismaning) und der Feuerwehr zu der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Ismaning geschickt.

Die Wohnung wurde geöffnet und die Einsatzkräfte trafen auf den dort wohnenden 63-jährigen Deutschen. Dieser war erkrankt und gleichzeitig bemerkten die Einsatzkräfte einen verdächtigen Gegenstand in der Wohnung, der gefährlich oder möglicherweise auch sprengfähig aussah. Daraufhin verließen die Einsatzkräfte wieder die Wohnung.

Zur weiteren Klärung der Situation wurden weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei zu der Einsatzörtlichkeit hinzugezogen. Der Bereich um das Wohnhaus wurde abgesperrt. Die anderen Bewohner des Hauses, sowie Bewohner benachbarter Wohnungen mussten ihre Wohnungen verlassen. Es wurde ein Großraumrettungswagen bereitgestellt, um diese Personen während des Einsatzes unterzubringen.

Gegen 23:00 Uhr wurde die Wohnung von Spezialkräften der Polizei betreten und der 63-Jährige nach draußen gebracht. Aufgrund seines Erkrankungszustandes wurde er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, wo der stationär aufgenommen wurde.

Die Wohnung wurde anschließend von Beamten der Technischen Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes durchsucht. Dabei wurden verschiedene Arten von Munition sowie mehrere Anscheinswaffen und Messer aufgefunden und sichergestellt. Der verdächtige Gegenstand, der von den Beamten zuvor bemerkt wurde, war ein Wecker in Sprengstoffoptik. Dazu befanden sich in der Wohnung auch ein paar Devotionalien mit Bezug zur NS-Zeit.

Gegen 00:30 Uhr waren die Maßnahmen in der Wohnung beendet und die Bewohner konnten zurückkehren.

Der 63-Jährige wurden wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz angezeigt. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Münchner Kriminalpolizei.


492.     Zusammenstoß eines Streifenwagens mit einem Pkw; zwei Polizeibeamte werden leicht verletzt – Freimann

Am Donnerstag, 02.04.2026, gegen 15:30 Uhr, fuhren zwei Beamte der Münchner Polizei mit einem Streifenwagen zu einem Einsatz wegen einer auffälligen Person. Sie benutzten dabei das Blaulicht und Martinshorn. Bei der Einsatzfahrt fuhren sie auch auf der Schwarzhauptstraße. Zur selben Zeit fuhr ein 77-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis Freising mit einem BMW Pkw von einem Geschäftsparkplatz auf die Schwarzhauptstraße ein. Dort kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Die beiden Polizeibeamten wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Der BMW-Fahrer wurde nicht verletzt.

Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.

Die Münchner Verkehrspolizei hat den Unfall vor Ort aufgenommen. Während der Unfallaufnahme gab es Absperrungen, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen kam.

Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Verkehrspolizei.


493.     Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – Haar

Am Donnerstag, 02.04.2026, gegen 15:30 Uhr, fuhr ein 85-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis München mit einem dreirädrigen Pedelc auf der Brunnerstraße. An der Kreuzung zur Stadlerstraße wollte er in diese abbiegen. Zur selben Zeit fuhr ein bislang noch unbekannter Pkw-Fahrer mit einem unbekannten Pkw hinter dem Pedelec und überholte dieses.

Nach den ersten Erkenntnissen hielt der Fahrer dabei den erforderlichen Mindestseitenabstand nicht ein, woraufhin der 85-Jährige auswich und dabei stürzte.

Der 85-Jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste von einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Der Pkw-Fahrer entfernte sich mit seinem Pkw von der Unfallörtlichkeit ohne seinen gesetzlichen Verpflichtungen als Unfallbeteiligter nachzukommen.

Der Unfall wurde von der Münchner Verkehrspolizei aufgenommen.

Die Ermittlungen wegen eines unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie einer fahrlässigen Körperverletzung wurden aufgenommen. Die Münchner Verkehrspolizei führt die weiteren Ermittlungen.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089 6216-3322, in Verbindung zu setzen.


494.     Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – Grasbrunn

Am Freitag, 03.04.2026, gegen 01:35 Uhr, fuhr ein Taxifahrer mit einem Toyota-Taxi auf der Wasserburger Landstraße. Im Taxi befand sich noch eine 31-jährige Mitfahrerin mit Wohnsitz im Landkreis Ebersberg.

Nach den ersten Erkenntnissen fuhr zur selben Zeit ein bislang unbekannter Fahrer mit einem unbekannten Pkw auf der Waldbrunner Straße in Richtung der Wasserburger Landstraße. Er fuhr auf die Wasserburger Landstraße auf und missachtete dabei die Vorfahrt des Taxis. Der Taxifahrer wich mit seinem Pkw aus und kollidierte dabei frontal mit einem Ampelmast auf dem dortigen Grünstreifen in der Fahrbahnmitte.

Bei dem Unfall wurden beide Taxi-Insassen verletzt. Sie mussten mit Rettungswägen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden.

Der bislang unbekannte Pkw-Fahrer verließ den Unfallort mit seinem Pkw ohne seinen gesetzlichen Verpflichtungen als Unfallbeteiligter nachzukommen.

Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro. Die Ampel war ebenfalls beschädigt und nicht mehr funktionstüchtig.

Die Münchner Verkehrspolizei hat vor Ort den Unfall aufgenommen und führt die Ermittlungen wegen eines unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie einer fahrlässigen Körperverletzung.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089 6216-3322, in Verbindung zu setzen.