504. Trickbetrug mittels sogenanntem Lovescam – Pasing
505. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz – Königsplatz
-siehe Medieninformation vom 07.04.2026, Nr. 503
506. Mehrere Fälle von Vandalismus– Au-Haidhausen
507. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach Diebstahl – Altstadt
508. Festnahme eines Tatverdächtigen nach Fahrraddiebstahl – Neuhausen- Nymphenburg
504. Trickbetrug mittels sogenanntem Lovescam – Pasing
Am Dienstag, 07.04.2026, gegen 11:40 Uhr, informierte ein Mitarbeiter einer Bankfiliale in Pasing den Polizeinotruf über einen möglichen Trickbetrug an einem 76-Jährigen Kunden (deutsche Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München) der Bank. Der Mitarbeiter erklärte, dass der Kunde über die letzten zehn Jahre mehrere zehntausend Euro von seinem Konto abgehoben hatte und sich aktuell für eine erneute Abhebung bei ihm in der Filiale befinden würde.
Gegenüber den Polizeibeamten gab der 76-Jährige an, dass er eine unbekannte Täterin vor ca. zehn Jahren über eine Internetplattform kennengelernt habe. Anschließend täuschte die Täterin eine Liebesbeziehung zum 76-Jährigen vor und spiegelt ihm gegenüber immer wieder finanzielle Notsituationen vor, in die sie zumeist unverschuldet geraten sei. Beispielsweise habe sie einmal ihre Wohnung verloren und würde deshalb vom 76-Jährigen unbedingt Geld benötigen. Die Kommunikation fand fast ausschließlich über verschiedene Soziale Medien statt.
Der 76-Jährige zahlte insgesamt einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag an die unbekannte Täterin. Der Transfer des Geldes erfolgte unter anderem über sogenannte Giftcards von unterschiedlichen Drogerien. Erst durch die besonnene Reaktion des aufmerksamen Bankmitarbeiters und dessen Information der Polizei konnte der 76-Jährige über den Betrug aufgeklärt und eine Anzeige gefertigt werden.
Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Hinweis Ihrer Polizei:
Die unbekannten Täter täuschen bei sogenannten “Lovescam“ über längere Zeit (per E-Mail, WhatsApp) den Geschädigten vor, dass sie eine Liebesbeziehung zu diesen aufbauen möchten, wodurch bei den Geschädigten eine emotionale Bindung (zur eigentlich unbekannten Person) entsteht. Im Zuge der Kommunikation werden von den Tätern große Vermögen, Geldgewinne oder ähnliches vorgetäuscht, mit welchen ein gemeinsames Leben in der Zukunft finanziert werden soll. In der Folge wird vorgegeben, dass Probleme aufgetaucht sind, welche sich nur durch (Voraus-)Zahlungen verschiedenster Beträge lösen lassen. Im Glauben an die Redlichkeit und die erwiderte Liebe/Freundschaft des Gegenübers, überweisen die Geschädigten die von den Tätern geforderten Gelder, um die versprochene Leistung zu erhalten oder dem “geliebten Menschen“ zu helfen, bzw. diesen zu sich zu holen. Hierbei werden die Beträge vornehmlich in das Ausland überwiesen.
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.polizei.bayern.de/schuetzen-und-vorbeugen/beratung/018837/index.html
505. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz – Königsplatz
-siehe Medieninformation vom 07.04.2026, Nr. 503
Wie berichtet, kam es am Dienstag, 07.04.2026, gegen 14:20 Uhr, zu einem größeren Polizeieinsatz im U-Bahnhof Königsplatz. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hantierte dort ein 18-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in Dachau mit einer Schreckschusspistole.
Im Rahmen des Einsatzes konnten bei dem Tatverdächtigen verschiedene Betäubungs- und Arzneimittel sowie Utensilien aufgefunden werden, die auf den Handel mit Rauschgift hindeuteten. Aufgrund dessen wurde nach Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Tatverdächtigen beantragt und vom Gericht erlassen.
In der Wohnung wurden u.a. ein Karambit-Messer und ein Einhandmesser sichergestellt. Gegenstände, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, wurden nicht aufgefunden.
Der 18-Jährige wurde wegen illegalen Handels mit Betäubungsmitteln angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen.
Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 82 der Münchner Kriminalpolizei.
506. Mehrere Fälle von Vandalismus– Au-Haidhausen
Am Dienstag, 07.04.2026, gegen 00:50 Uhr, wurde die Münchner Polizei über den Notruf 110 über randalierende Jugendliche im Bereich des Kolumbusplatzes und des dortigen U-Bahnhofs informiert. Die Jugendlichen sollen diverse Gegenstände herumgeworfen, umgetreten und in Brand gesteckt haben. Hierbei wurden mehrere E-Scooter, eine Mülltonne, ein Fahrrad und ein WC-Häuschen beschädigt.
Der Brand musste durch die Feuerwehr gelöscht werden. Es wurde niemand verletzt, jedoch entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren Eintausend Euro.
Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten mehrere Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren angetroffen und kontrolliert werden.
Ob diese für den Vandalismus verantwortlich sind, ist Gegenstand der Ermittlungen, die nun vom Kommissariat 13 geführt werden.
Zeugenaufruf:
Wem sind im angegebenen Tatzeitraum verdächtige Personen am Kolumbusplatz oder in der näheren Umgebung aufgefallen?
Wer hat Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
507. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach Diebstahl – Altstadt
Am Dienstag, 07.04.2026, gegen 05:50 Uhr, stellte ein 34-jähriger Angestellter einer Diskothek in der Altstadt fest, dass das Schloss eines Getränkekühlschranks gewaltsam entfernt worden war. Zudem stellte er fest, dass aus ebendiesem Kühlschrank diverse Spirituosen im Wert von mehreren Tausend Euro entwendet wurden. Die beiden Täter konnten die Diskothek zunächst unerkannt verlassen.
Der Angestellte sichtete die vorhandenen Videoaufzeichnungen, auf denen die Täter sowie die Tatausführung zu sehen war.
Durch einen anderen Mitarbeiter der Diskothek konnten die beiden Tatverdächtigen schließlich kurz darauf im Bereich des Hauptbahnhofes wiedererkannt werden. Der Mitarbeiter verständigte umgehend den Polizeinotruf. Die beiden Tatverdächtigen konnten durch die eintreffenden Streifen vorläufig festgenommen werden.
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um eine 14-jährige deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz im Landkreis Ebersberg sowie einen 23-jährigen syrischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland.
Die 14-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben. Der 23-Jährige wurde nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen ebenfalls wieder entlassen.
Die beiden Tatverdächtigen wurden wegen des besonders schweren Diebstahls angezeigt.
Wie die 14-Jährige in die Diskothek gelangte und mögliche Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz sind Gegenstand der Ermittlungen.
Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kommissariat 56.
508. Festnahme eines Tatverdächtigen nach Fahrraddiebstahl – Neuhausen Nymphenburg
Am Dienstag, 07.04.2026, gegen 18.25 Uhr, bemerkte ein 64-Jähriger Deutscher im Innenhof seiner Wohnanschrift eine männliche Person, welche das versperrte Fahrrad des 64-Jährigen an sich nahm und aus dem Innenhof trug.
Trotz Ansprache der Person durch den 64-Jährigen setzte er die Tatausführung unbeirrt fort und entfernte sich von der Tatörtlichkeit.
Durch die verständigten Einsatzkräfte konnte der Tatverdächtige, ein 32-jähriger italienischer Staatsbürger ohne festen Wohnsitz in Deutschland, in unmittelbarer Tatortnähe vorläufig festgenommen werden.
Er wurde nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen und wegen des besonders schweren Diebstahls eines Fahrrades angezeigt.
Das Fahrrad wurde dem Eigentümer unmittelbar nach der Festnahme wieder ausgehändigt.
Die Münchner Polizei übernimmt die weiteren Ermittlungen.