17.04.2026, Polizeipräsidium Oberpfalz

LKR. CHAM. Ein 32-jähriger deutscher Unternehmer aus dem Landkreis Cham ist in den vergangenen Wochen Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen übernommen.

Anfang März wurde der Mann über eine Soziale Plattform von bislang unbekannten Tätern kontaktiert. Diese boten ihm eine vermeintlich lukrative Geldanlage im Bereich des Online-Tradings an. Im weiteren Verlauf verlagerte sich die Kommunikation auf einen Messengerdienst, über den der Geschädigte über mehrere Wochen hinweg von verschiedenen Personen zu Investitionen bewegt wurde. Der 32-Jährige richtete daraufhin eigene Konten bei Krypto-Börsen ein, zahlte dort Geld ein, wandelte die Beträge in Kryptowährung um und transferierte diese an Wallet-Adressen, die ihm von den Tätern genannt wurden. Auf einer angeblichen Trading-Plattform wurden ihm sowohl die Einzahlungen als auch hohe, vermeintlich erzielte Gewinne angezeigt. Nach einer ersten Einzahlung testete der Geschädigte eine Auszahlung im dreistelligen Eurobereich, die zunächst erfolgreich verlief. In dem dadurch gewonnenen Vertrauen tätigte er in der Folge weitere Überweisungen im insgesamt niedrigen fünfstelligen Eurobereich. Im weiteren Verlauf wurden ihm auf der Plattform angebliche Gewinne in deutlich höherer Summe angezeigt. Für eine Auszahlung sollte er jedoch zusätzliche Zahlungen in Form von angeblichen Steuern leisten. Dies machte den Mann misstrauisch, woraufhin er den Betrug erkannte und Anzeige erstattete. Der 32-Jährige hat nun einen Vermögensschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro.

Die weiteren Ermittlungen werden von Spezialisten der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg geführt.

Im Zusammenhang mit dieser Betrugsform gibt die Polizei folgende Tipps:

  • Seien Sie stets misstrauisch bei verlockend wirkenden Angeboten, die "schnelles Geld" versprechen!
  • Die Betrugsangebote erscheinen oft in vermeintlich seriösen Werbeanzeigen auf sozialen Netzwerken und führen zu betrügerischen Webseiten.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Die "Anbieter" versuchen ihre Opfer durch intensiven Kontakt per Telefon oder Messenger-Dienste zu beeinflussen!
  • Informieren Sie sich über die Angebote, Anbieter und Plattformen, bevor Sie sich anmelden oder Geld überweisen!
  • Geben Sie keine sensiblen Daten preis - wie z. B. Zugangsdaten zum Online-Banking oder zum Depot!
  • Unter keinen Umständen sollten Sie einen Zugriff auf Ihren Computer oder Ihr Handy mittels Fernwartungssoftware ermöglichen!
  • Halten Sie Rücksprache mit Familienangehörigen, Verwandten oder Freunden, die unter Umständen schon Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt haben!
  • Beachten Sie: Wenn Sie Geld in Kryptowährungen wie z. B. Bitcoin tauschen und diese an fremde Wallets (digitale Geldbörsen) transferieren, ist eine Rückbuchung nicht möglich!

Veröffentlicht am 17. April um 13:11 Uhr