568. Bilanz zum gestrigen Fußballspiel – Freimann
569. Festnahme eines Tatverdächtigen nach sexueller Belästigung – Ludwigsvorstadt
570. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach versuchtem Einbruch – Ramersdorf
571. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach gefährlicher Körperverletzung – Maxvorstadt
572. Brand in einem Mehrfamilienhaus – Harlaching
568. Bilanz zum gestrigen Fußballspiel – Freimann
Im Rahmen des Fußballspiels FC Bayern München gegen VfB Stuttgart kam es bereits im Vorfeld am Sonntag, 19.04.26, gegen 15:00 Uhr, im Bereich des U-Bahnhofes Fröttmaning bei der dortigen P&R Anlage zu einem Aufeinandertreffen von Fangruppierungen beider Vereine, welche teilweise der Ultraszene zuzuordnen waren. Zwischen den einzelnen Fanlagern kam es hierbei zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der sich die beteiligten Personen teilweise vermummten.
Seitens der Polizei wurde dies umgehend mit Kräften unterbunden. Bei den anschließenden Fantrennungsmaßnahmen kam es durch die Polizei zur Anwendung unmittelbaren Zwangs, bei dem sowohl der Einsatzmehrzweckstock als auch Reizstoff eingesetzt werden musste. Bei diesen Maßnahmen wurden insgesamt acht Polizeibeamte verletzt. Nachdem die beiden Fanlager getrennt werden konnten, wurde eine größere Anzahl der Gastfans (über 500) separiert und anschließend einer Kontrolle unterzogen. Vor Ort konnten neben Vermummungsutensilien und Masken auch Gegenstände wie Handschuhe und Gebiss-/ Zahnschutz aufgefunden werden. Von den an der Auseinandersetzung beteiligten Personen mussten über 500 anschließend in polizeilichen Gewahrsam genommen werden.
Ob es bei dem Vorfall weitere Verletzte gab, kann bis dato noch nicht gesagt werden.
Die Münchner Polizei hat deswegen nun die Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, Widerstandes sowie tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufgenommen.
Sämtliche in Gewahrsam genommenen Personen wurden noch in den Abendstunden desselben Tages wieder entlassen.
Während des Spiels kam es darüber hinaus zu weiteren Straftaten. Neben den geschilderten Verstößen, kam es zu mehreren Hausfriedensbrüchen, einem Diebstahlsdelikt, einem Verstoß nach dem Waffengesetz und zu einem weiteren Widerstand gegen Polizeibeamte nach einer Beleidigung zum Nachteil von Polizeibeamten. Ein 35-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in Baden-Württemberg wurde diesbezüglich angezeigt.
Insgesamt war die Münchner Polizei rund um das Fußballspiel, das 75.000 Menschen besuchten, mit über 300 Polizeibeamten im Einsatz.
Das Kommissariat 23 der Münchner Polizei hat in allen Fällen rund um das Fußballspiel die weiteren Ermittlungen übernommen.
Für eine umfassende Aufklärung des Vorfalls vor dem Spiel bittet die Polizei um Ihre aktive Mithilfe.
Zeugenaufruf:
Wer hat im Zeitraum vor dem Spiel zwischen 14:45 Uhr bis 15:30 Uhr im Bereich des U-Bahnhofes Fröttmaning bei der dortigen P&R Anlage und der Esplanade zum Stadion Videoaufnahmen oder Fotos gefertigt, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Wir möchten Sie daher bitten, diese der Polizei möglichst umgehend über dieses Upload-Formular zur Verfügung zu stellen.
Dieser Aufruf richtet sich auch an Verkehrsteilnehmer, die zu dieser Zeit an der Tatörtlichkeit vorbeigefahren sind und möglicherweise Aufnahmen (Dashcam o.ä.) gemacht haben.
Das Portal ist unter folgendem Link erreichbar:
https://medienupload-portal01.polizei.bayern.de
Sofern die Übermittlung Ihrer Mediendateien über diese Wege und Anwendungen nicht funktionieren sollte, wenden Sie sich bitte an Ihre nächstgelegene Polizeidienststelle.
569. Festnahme eines Tatverdächtigen nach sexueller Belästigung – Ludwigsvorstadt
Am Sonntag, 19.04.2026, gegen 05.00 Uhr, befand sich eine 18-jährige Deutsche mit Wohnsitz in Augsburg im Außenbereich einer Diskothek in der Ludwigsvorstadt, als sie von einem 21-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck oberhalb der Kleidung unsittlich berührt wurde.
Als Reaktion darauf schlug die 18-Jährige dem 21-Jährigen ins Gesicht.
Der 21-Jährige wurde dabei leicht verletzt. Die 18-Jährige blieb bei dem Vorfall unverletzt.
Beide Beteiligten konnten durch die eintreffende Streifenbesatzung angetroffen, angezeigt und nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen werden.
Der 21-Jährige wurden wegen sexueller Belästigung angezeigt. Die 18-Jährige wurde wegen Körperverletzung angezeigt. Inwieweit die Körperverletzung im Rahmen der Notwehr erfolgte, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Münchner Kriminalpolizei.
570. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach versuchtem Einbruch – Ramersdorf
Am Sonntag, 19.04.2026, gegen 01:00 Uhr, informierte ein aufmerksamer Zeuge den Polizeinotruf 110 darüber, dass sich zwei Personen mit Taschenlampen im Innenhof eines Gebäudekomplexes in Ramersdorf befinden würden. Sofort wurde eine Polizeistreife zu dem Objekt geschickt.
Dort trafen die Polizeibeamten einen 23-Jährigen an, der sich zunächst als der Mitteiler ausgab. Im weiteren Verlauf versuchte er sich einer Kontrolle zu entziehen. Dabei wurde er durch einen 24-jährigen Passanten aufgehalten, so dass die Polizeibeamten den 23-Jährigen festnehmen konnten.
Es handelt sich dabei um einen 23-Jährigen mit irakischer Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München.
Im Zuge weiterer Fahndungsmaßnahmen konnte ein zweiter Tatverdächtiger in unmittelbarer Nähe des Tatorts festgestellt und ebenfalls festgenommen werden. Dabei handelt es sich um einen 33-Jährigen mit irakischer Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München.
An dem Gebäudekomplex konnten Spuren festgestellt werden. Zudem konnten beim 23-Jährigen sowie auch an der Einsatzörtlichkeit Utensilien zum Einbruchsdiebstahl aufgefunden werden.
Die beiden Tatverdächtigen wurden nach erkennungsdienstlicher Behandlung und dem Abschluss aller weiteren polizeilichen Maßnahmen entlassen. Beide wurden wegen des versuchten besonders schweren Falls des Diebstahls angezeigt.
Das Kommissariat 52 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
571. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach gefährlicher Körperverletzung – Maxvorstadt
Am Sonntag, 19.04.2026, gegen 13:30 Uhr, informierte eine Mitteilerin die Einsatzzentrale darüber, dass eine Auseinandersetzung unter Beteiligung eines Messers stattfand. Sofort wurde eine Vielzahl von Streifen der Münchner Polizei zum Einsatzort, einen Gastronomiebetrieb in der Maxvorstadt, geschickt.
Vor Ort wurden zwei Mitarbeiter des Gastronomiebetriebes festgestellt, die zuvor in eine gegenseitige körperliche Auseinandersetzung gerieten. Dabei wurden beide mit einem Messer verletzt. Es handelt sich dabei um einen 34-Jährigen mit vietnamesischer Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München und einen 33-Jährigen ebenfalls mit vietnamesischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland.
Um die körperliche Auseinandersetzung zu trennen, schritt eine anwesende ebenfalls dort arbeitende 22-Jährige mit vietnamesischer Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München ein und wurde dabei leicht an der Hand verletzt.
Vor Ort wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch die Münchner Kriminalpolizei durchgeführt.
Der 33-Jährige wurde zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus begleitet.
Beide Tatverdächtige wurden festgenommen und wegen der gefährlichen Körperverletzung angezeigt. Es wurden bei beiden Tatverdächtigen eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt und nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurden beide der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Dort wird ein Ermittlungsrichter über die Haftfrage entscheiden.
Das Kommissariat 24 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
572. Brand in einem Mehrfamilienhaus – Harlaching
Am Sonntag, 19.04.2026, um 16:45 Uhr, stellte ein 81-jähriger deutscher Bewohner eines Mehrfamilienhauses in München fest, dass es zu einem Brand im Bereich des Elektroherdes seiner Wohnung gekommen war. Das Feuer griff dabei auf die Küche über. Aufgrund der starken Rauchentwicklung flüchtete der 81-Jährige schließlich auf den Balkon.
Der Brand konnte in der Folge durch die Berufsfeuerwehr zügig gelöscht werden und der 81-Jährige wurde durch die Einsatzkräfte mittels einer Drehleiter von seinem Balkon geborgen.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung im Gebäude wurden die weiteren Bewohner des Mehrfamilienhauses durch die Feuerwehr aus dem Gebäude evakuiert.
Der 81-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Es wurden keine weiteren Personen verletzt.
Der betroffene Straßenzug wurde zur Durchführung der Lösch- und Rettungsarbeiten für die Dauer von etwa einer Stunde gesperrt.
Der durch das Ereignis entstandene Schaden wird auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt.
Das Kommissariat 13 hat die weiteren Ermittlungen, insbesondere zur genauen Brandursache, übernommen.