589. Mehr Sicherheit für Kinder in München und im Landkreis: Polizei nutzt Tabaluga- Mobil für verkehrspräventive Einsätze
590. Festnahme einer Tatverdächtigen nach Callcenterbetrug mittels sog. Schockanruf – Milbertshofen
591. Festnahme von vier Tatverdächtigen nach Trickbetrug durch sog. Wunderheiler – Ludwigsvorstadt
592. Festnahme eines Tatverdächtigen nach Branddelikt – Neuhausen-Nymphenburg
593. Festnahme eines Tatverdächtigen nach Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Verstoß gegen das Waffengesetz – Altstadt
594. Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Feldmoching
595. Staatsschutzrelevantes Delikt – Neuhausen-Nymphenburg
596. Nachtrag zur Öffentlichkeitsfahndung nach Raubdelikt – Ramersdorf-Perlach
-siehe Medieninformation vom 21.10.2025, Nr. 1715
-siehe Medieninformation vom 21.04.2026, Nr. 579
589. Mehr Sicherheit für Kinder in München und im Landkreis: Polizei nutzt Tabaluga- Mobil für verkehrspräventive Einsätze
Am Mittwoch, 22.04.2026, übergab der Verein TEILEn e.V. gemeinsam mit der Peter Maffay Stiftung und seinem Schirmherrn Peter Maffay das Tabaluga-Mobil an die Münchner Verkehrswacht. Die symbolische Übergabe durch Herrn Franz-Werner Drees (1. Vorsitzender von TEILEn.eV.) fand bei der Betreuungseinrichtung Lichtblick Hasenbergl statt. In einer partnerschaftlichen Vereinbarung wird das Polizeipräsidium München das Tabaluga-Mobil auf seinem Gelände lagern und ihn flexibel für polizeiliche verkehrspräventive Maßnahmen und eigene Veranstaltungen einsetzen.
Das Tabaluga-Mobil ist eine mobile Verkehrsschule, mit der insbesondere Kinder frühzeitig und altersgerecht für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert werden. In dem Fahrzeug befinden sich didaktisch aufbereitete Materialien, welche die Vermittlung von Verkehrsregeln spielerisch und praktisch unterstützen. Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Verkehrssicherheit von Kindern. Bundesweit wurde das Tabaluga-Mobil damit bereits über 60. Mal übergeben, um Kinder bestmöglich auf die Herausforderungen im Straßenverkehr vorzubereiten.
Im Rahmen einer Kooperation mit der Verkehrswacht wird das Polizeipräsidium München das Tabaluga-Mobil künftig flexibel auch für polizeiliche verkehrspräventive Maßnahmen nutzen, z. B. bei Veranstaltungen wie dem „Tag der offenen Tür“. Polizeiliche Verkehrsprävention und zivilgesellschaftliches Engagement sollen so gemeinsam gestärkt werden.
Polizeipräsident Thomas Hampel dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und betonte:
„Ich danke Herrn Peter Maffay und TEILEn e.V. für die Initiative und ihr Engagement das Tabaluga-Mobil anzubieten. Frühzeitige Verkehrserziehung ist entscheidend, um Kinder fit für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu machen. Projekte wie das Tabaluga-Mobil vermitteln spielerisch wichtige Regeln und tragen dazu bei, Unfälle von vornherein zu vermeiden.
Die Sicherheit unserer Kleinsten hat die Münchner Polizei besonders im Blick. Wir freuen uns deshalb, nun auch das Tabaluga-Mobil in der Verkehrserziehung einsetzen zu können, und danken an dieser Stelle ergänzend der Verkehrswacht München, die uns den Präventionsanhänger flexibel zur Verfügung stellt.“
Peter Maffay: „Wenn wir Kinder schützen wollen, müssen wir dort ansetzen, wo ihr Alltag beginnt: auf dem Schulweg und im Straßenverkehr. Das Tabaluga-Mobil vermittelt wichtige Regeln auf spielerische Weise und hilft dabei, Kinder früh für Sicherheit im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Fairness und Respekt im Umgang miteinander sind dabei eine wichtige Grundlage. Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt nun gemeinsam mit TEILEn e.V. und der Verkehrswacht München auch in der Landeshauptstadt sowie im Landkreis konkrete Wirkung entfalten kann. Mein besonderer Dank gilt dem Münchner Polizeipräsidenten Thomas Hampel, der die Umsetzung des Projekts mit großem Engagement begleitet hat.“
TEILEn e.V., gegründet 2013 von führenden Kfz-Herstellern, -Händlern und Werkstätten, engagiert sich für Unfallprävention und Nachsorge bei Kindern. Gemeinsam mit Partnern wie der Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V. und der Peter Maffay Stiftung unterstützt der Verein Kinder nach Unfällen durch Ferienaufenthalte und entwickelt präventive Bildungsmaßnahmen.
590. Festnahme einer Tatverdächtigen nach Callcenterbetrug mittels sog. Schockanruf – Milbertshofen
Am Montag, 20.04.2026, gegen 14:25 Uhr, erhielt eine 69-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf eines vermeintlichen Arztes. Der männliche, bislang unbekannte Anrufer stellte sich als Oberarzt eines Universitätskrankenhauses vor.
Der Anrufer gab an, dass sich in diesem Krankenhaus die Nichte der Geschädigten befinden würde. Die Angehörige sei dort stationär aufgenommen worden und würde eine überlebenswichtige Behandlung benötigen. Da die Nichte eigenständig nicht für die Behandlungskosten aufkommen könne, wurde die 69-Jährige gebeten, Geld und Wertgegenstände für die Bezahlung der Behandlung auszulegen.
Zwischen dem Anrufer und der 69-Jährigen wurde deshalb eine Übergabe an der Wohnadresse von Bargeld und Schmuck an eine angekündigte Abholerin vereinbart.
Im weiteren Verlauf konnte kurze Zeit später durch zwischenzeitlich informierte zivile Polizeibeamte eine 18-jährige, tschechische Staatsangehörige, ohne festen Wohnsitz in Deutschland als Abholerin angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Die 18-Jährige war zu dieser Zeit in Begleitung eines 12-jährigen Mädchens mit tschechischer Staatsbürgerschaft und ohne festen Wohnsitz in Deutschland.
Das strafunmündige Kind wurde in Gewahrsam genommen und nach Verständigung der Erziehungsberechtigten einer Schutzstelle des Jugendamtes überstellt.
Die 18-Jährige wurde anschließend in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Am Folgetag ist sie einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden, welcher Haftbefehl erließ.
Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 61 übernommen.
591. Festnahme von vier Tatverdächtigen nach Trickbetrug durch sog. Wunderheiler – Ludwigsvorstadt
Am Montag, 20.04.2026, zwischen 11:00 Uhr und 12:00 Uhr, wurde eine 66-Jährige mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München in den Stachuspassagen von einer 53-Jährigen mit chinesischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland angesprochen und nach einem Geschäft für traditionelle chinesische Heilkunst gefragt.
Zu dem Gespräch mit der 66-Jährigen begab sich eine 50-Jährige mit chinesischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland und später eine weitere 50-Jährige mit chinesischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Die drei Frauen verwickelten die 66-Jährige in der Folge gemeinsam in ein Gespräch mit spirituellem Inhalt.
Der 66-Jährigen wurde hierbei eine Geisterheimsuchung vorausgesagt und ein Ritual zur Befreiung von den Geistern angeboten. Im Zuge dessen sollte es zu einer „Reinigung“ der Vermögenswerte der 66-Jährigen kommen.
Anschließend begab sich die 66-Jährige nach Hause, um Bargeld und Wertsachen in Höhe eines fünfstelligen Eurobetrages abzuholen. Dieses wollte die 66-Jährige in der Adolf-Kolping-Straße am selben Tag gegen 14:15 Uhr den drei weiblichen Tatverdächtigen zur Reinigung vorlegen. Dabei wurden die drei Tatverdächtigen und ein 52-Jähriger mit chinesischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland von Polizeibeamten beobachtet und konnten vorläufig festgenommen werden.
Die festgenommenen Personen wurden anschließend in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Am Folgetag sind sie einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden, welcher Haftbefehle erließ.
Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 61 übernommen.
592. Festnahme eines Tatverdächtigen nach Branddelikt – Neuhausen-Nymphenburg
Am Mittwoch, 22.04.2026, gegen 23:10 Uhr, gingen beim Polizeinotruf 110 mehrere Mitteilungen über einen randalierenden Mann im Bereich der Washingtonstraße ein. Dabei soll er unter anderem die Plane eines auf der Straße geparkten Rollers in Brand gesetzt haben. Noch während der Anfahrt der Einsatzkräfte wurde gemeldet, dass zudem ein Pkw-Anhänger brennen soll.
Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten die eingesetzten Polizeistreifen einen Tatverdächtigen in Tatortnähe antreffen und vorläufig festnehmen. Es handelt sich um einen 36-jährigen kroatischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in München.
Die brennende Rollerplane konnte durch Passanten gelöscht werden, der Pkw-Anhänger wurde durch die Polizeikräfte abgelöscht. Zudem wurden zwei weitere Pkw beschädigt. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.
Vor Ort wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Der 36-Jährige wurde wegen Brandstiftung angezeigt.
Aufgrund seines psychisch auffälligen Verhaltens wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in ein Krankenhaus mit psychiatrischer Betreuung gebracht.
Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei.
593. Festnahme eines Tatverdächtigen nach Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Verstoß gegen das Waffengesetz – Altstadt
Am Mittwoch, 22.04.2026, gegen 23:10 Uhr, machte ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes im neuen Rathaus eine verdächtige Wahrnehmung, die darauf hindeutete, dass sich eine Person unberechtigt im Rathaus befinden könnte. Er verständigte daher umgehend den Polizeinotruf 110.
Daraufhin wurde das Gebäude durch die Polizei umstellt und abgesucht. Nach kurzer Zeit konnte durch die Polizeibeamten ein 32-jähriger polnischer Staatsangehöriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland in einem Obergeschoß des Gebäudes festgestellt und vorläufig festgenommen werden.
Beim Tatverdächtigen konnte ein Messer aufgefunden werden. Dieses wurde sichergestellt. Am Rathaus wurden mehrere Beschädigungen an Türen festgestellt.
Der Tatverdächtige wurde wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt.
Er wurde der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Im Laufe des heutigen Tages wird über den weiteren Verbleib entschieden.
Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zum Tatablauf und -motiv, werden vom Kriminalfachdezernat 4 geführt.
594. Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Feldmoching
Am Mittwoch, 22.04.2026, gegen 14:10 Uhr, befand sich eine über 80-Jährige mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München auf dem Weg nach Hause, als sie von zwei bislang unbekannten Tätern angesprochen wurde. Sie erzählten, dass sie die Rauchmelder der Seniorin prüfen müssten. Dazu begleiteten sie die über 80-Jährige in ihre Wohnung.
Während die über 80-Jährige abgelenkt wurde, konnte sich einer der Täter unbeobachtet in der Wohnung aufhalten. Anschließend verließen beide Täter wieder die Wohnung und entfernten sich in unbekannte Richtung. Wenig später stellte die Seniorin fest, dass ihr Geld (in Höhe eines dreistelligen Betrags) aus der Wohnung fehlte. Sie informierte umgehend den Polizeinotruf 110. Eine sofort eingeleitete polizeiliche Fahndung ergab bislang keine weiteren Hinweise auf die Täter.
Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kommissariat 55.
Die Täter können wie folgt beschrieben werden:
Täter 1:
männlich, ca. 170 cm groß, sprach hochdeutsch, trug eine Jacke mit orangefarbenen Streifen
Täter 2:
männlich, ca. 170 cm groß, sprach hochdeutsch
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Lassallestraße, Toni-Pfülf-Straße, Gustav-Schliefer-Straße, Franz-Fackler-Straße und Max-Wönner-Straße, (Feldmoching)
Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
595. Staatsschutzrelevantes Delikt – Neuhausen-Nymphenburg
Am Dienstag, 21.04.2026, gegen 12:30 Uhr, befand sich ein 33-jähriger deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz in München zu Fuß im Bereich der Rosa-Bavarese-Straße. Dort nahm er einen 26-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Landkreis München wahr, welcher mehrfach eine verbotene Grußformel (verbal und Geste) verwendete, die im Kontext zum Nationalsozialismus steht. Diese verbotene Grußformel konnte von diversen anderen Passanten wahrgenommen werden.
Der 33-Jährige wandte sich an einen Angestellten der Parküberwachung der Polizei, der daraufhin die Einsatzzentrale informierte.
Daraufhin wurde der Tatverdächtige von den alarmierten Einsatzkräften in der Nähe angetroffen.
Der Tatverdächtige wurde wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angezeigt und erhielt einen Platzverweis.
Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall übernimmt das Kriminalfachdezernat 4.
596. Nachtrag zur Öffentlichkeitsfahndung nach Raubdelikt – Ramersdorf-Perlach
-siehe Medieninformation vom 21.10.2025, Nr. 1715
-siehe Medieninformation vom 21.04.2026, Nr. 579
Wie bereits berichtet, wurde am Sonntag, 19.10.2025, gegen 13:50 Uhr, ein 49-Jähriger mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München, erkennbar als ein Anhänger des TSV 1860 München, und zwei Begleiter im U-Bahnhof Karl-Preis-Platz von fünf bis dato unbekannten Tätern angegriffen. Dabei wurde der 49-Jährige geschlagen und getreten, bevor die Täter seinen am Hals getragenen Fanschal entrissen. Der Mann wurde dabei verletzt.
Im Rahmen der Ermittlungen konnten zwei der Tatverdächtigen bereits identifiziert und vorläufig festgenommen werden.
Da drei weitere, unbekannte Tatverdächtige zunächst nicht identifiziert werden konnten, erließ das Amtsgericht München einen Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung.
Durch die initiierte Öffentlichkeitsfahndung konnte nun aufgrund eines Zeugenhinweises einer der drei gesuchten Täter identifiziert werden. Bei ihm handelt es sich um einen 17-Jährigen mit deutscher und rumänischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München. Er wurde am Mittwoch, 22.04.2026, gegen 10:30 Uhr vorläufig festgenommen und nach der polizeilichen Sachbearbeitung sowie einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen.
Ein weiterer Täter meldete sich über seinen Rechtsanwalt bei der Polizei. Hierbei handelt es sich um einen 19-Jährigen, ebenfalls mit deutscher und rumänischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München.
Der dritte Tatverdächtige ist weiterhin unbekannt, die Täterbeschreibung sowie ein Bild des Tatverdächtigen sind weiterhin unter folgendem LINK abrufbar.