RÖDENTAL, LKR. COBURG. Nach einer Faschingsveranstaltung Ende Januar kursierten in sozialen Medien Gerüchte über mögliche Verabreichungen von K.O.-Tropfen. Die Kriminalpolizei Coburg ermittelte und legt nun abschließende Ergebnisse vor.
Mehrere Besucher der Veranstaltung am 31. Januar 2026 meldeten sich in den darauffolgenden Tagen bei der Polizei und äußerten den Verdacht, dass ihnen unbekannte Täter Substanzen in Getränke gemischt haben könnten. Hintergrund waren unter anderem körperliche Beschwerden wie Übelkeit, Erinnerungslücken oder ein allgemeines Unwohlsein.
Die Ermittler gingen allen bekannt gewordenen Fällen nach. In einem besonders relevanten Fall erfolgte eine Blutentnahme sehr zeitnah zum geschilderten Ereignis. Die anschließenden Untersuchungen ergaben jedoch keinerlei Hinweise auf die Aufnahme von K.O.-Tropfen oder vergleichbaren Substanzen. Auch in weiteren angezeigten Fällen konnten keine entsprechenden Nachweise geführt werden. Teilweise erschwerte der zeitliche Verzug bei der Anzeigenerstattung die Nachweisbarkeit.
Nach derzeitigem Stand liegen somit keine Erkenntnisse vor, die den Verdacht einer gezielten Verabreichung von K.O.-Tropfen bestätigen. Die Polizei Oberfranken rät Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen und im Verdachtsfall umgehend Anzeige zu erstatten.