Eröffnung des Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrums (DKAZ) der Bayerischen Polizei in Erding durch Bayerns Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann - Polizei, Bundeswehr, Wissenschaft und Start-ups arbeiten eng zusammen, um so Kompetenzen gezielt zu bündeln und dadurch sowohl für aktuelle als auch künftige Herausforderungen gewappnet zu sein.
Der Präsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei Michael Dibowski begrüßte die etwa 150 Gäste aus Politik, benachbarten Behörden und Institutionen, zahlreiche Führungskräfte aus dem Kreise der Bereitschaftspolizei und der benachbarten Verbände sowie Vertreter der Wirtschaft, die der Einladung zum Pressetermin anlässlich der Eröffnung des Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrums (DKAZ) gefolgt waren. Die Bayerische Polizei realisierte den neuen Dienststellenaufbau von der Planung bis zur Umsetzung in kürzester Zeit, sodass die bereits bestehenden Fähigkeiten der Bayerischen Polizei in diesem Themenfeld nochmals eine deutliche Erweiterung und Professionalisierung erfahren konnten.
Ministerpräsident Dr. Söder übernahm anschließend das Wort und erklärte, dass die Bayerische Polizei bei der Abwehr von Drohnenangriffen durch den Freistaat Bayern gestärkt wird. Neue Herausforderungen erfordern Maßnahmen. Gefahren für sensible Einrichtungen, Großveranstaltungen und Flughäfen müssen erkannt, verifiziert und im Ernstfall konsequent und schnell abgewehrt werden. In Erding entsteht in Zusammenarbeit mit dem Defense Lab ein bundesweit einmaliges Innovationsökosystem. Polizei, Bundeswehr, Wissenschaft, Start-ups und Industrie arbeiten zusammen, um so Innovationen schnell und wirksam für die Praxis nutzbar zur Verfügung zu stellen.
An die Worte des Ministerpräsidenten Dr. Söder schloss sich Innenminister Herrmann an. Dieser bekräftigte die vorherigen Aussagen noch einmal und hob die Handlungsfähigkeit Bayerns gegenüber den aktuellen und zukünftigen Drohnenbedrohungen hervor. Im DKAZ werden gezielt die vorhandenen Kompetenzen gebündelt und modernste Technik mit praxisnaher polizeilicher Einsatzfähigkeit verknüpft. Die derzeit angespannte sicherheits- und geopolitische Lage rückt eine unfriedliche Nutzung von Drohnen mehr in den Vordergrund. Im Falle solcher Bedrohungen ist es entscheidend, diesen entschlossen, schnell und wirksam zu begegnen. Mit der Eröffnung des DKAZ wird für die Bürgerinnen und Bürger des Freistaates Bayern ein klares Zeichen gesetzt: Bayern schützt sie auf allen Ebenen.
Der Polizeivizepräsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Leitender Polizeidirektor Michael Libionka, berichtete über das konkrete Aufgabenspektrum des DKAZ im Bereich der Nutzung polizeilicher Drohnen und der Drohnenabwehr. Hinsichtlich der rasanten technischen Entwicklung auf dem Gebiet der Unmanned-Aerial-Systems (UAS) ergeben sich neue Nutzungsszenarien, aber auch damit einhergehende Bedrohungen z. B. im Bereich der Spionage und Sabotage. Deshalb ist eine permanente und aktive Marktbeobachtung sowie die Vernetzung mit anderen Sicherheitsbehörden unabdingbar. Damit kann sichergestellt werden, dass neueste Erkenntnisse unmittelbar in die weiteren Planungen einfließen können.
Im Rahmen einer Vorführung konnten die Spezialisten des DKAZ den anwesenden Gästen einen ersten Eindruck von den Fähigkeiten und den zukünftigen Tätigkeiten sowie Einsatzszenarien des DKAZ vermitteln. Das Spektrum reicht von der Steuerungsübernahme unkooperativer Drohnen, um eine sichere Landung zu gewährleisten und die damit verbundene Gefahr zu beseitigen bis hin zu einer Intervention durch eine polizeiliche First-Person-View-Drohne (FPV-Drohne), welche ebenfalls auf robustere Weise die Gefahrensituation beendet.
Ministerpräsident Dr. Söder und Innenminister Herrmann überreichten zum Abschluss feierlich das neue Dienststellenschild des DKAZ an den Polizeipräsidenten der Bayerischen Bereitschaftspolizei Michael Dibowski sowie an den neuen Dienststellenleiter des DKAZ, Herrn Polizeidirektor Christian Wittstadt.
Das DKAZ wird die Bayerische Polizei und damit all ihre Verbände in den unterschiedlichsten Einsatzlagen unterstützen. Zudem bildet das DKAZ bayernweit Einsatzkräfte im Bereich der Drohnennutzung, der Drohnendetektion und -abwehr aus.