15.05.2026, Polizeipräsidium München

Inhalt:

713.     Festnahme von drei Tatverdächtigen nach versuchtem Raubdelikt – Schwabing-Freimann

714.     Trickdiebstahl durch falsche Handwerker in zwei Fällen – Taufkirchen

715.     Person prallt gegen Fahrgeschäft und wird schwer verletzt; Berichtigung einer Detailinformation zur unfallbeteiligten Person – Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

            -Korrektur der Medieninformation vom 27.04.2026, Nr. 618

716.     Pkw-Fahrerin verursacht mehrere Verkehrsunfälle und stirbt später im Krankenhaus – Sendling und Obergiesing

            -siehe Medieninformation vom 13.05.2026, Nr. 710

717.     Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und Gefährdung des Straßenverkehrs – Trudering-Riem

718.     Fahrradfahrer stürzt und wird schwer verletzt – Isarvorstadt


713.     Festnahme von drei Tatverdächtigen nach versuchtem Raubdelikt – Schwabing-Freimann 

Am Dienstag, 12.05.2026, gegen 17:45 Uhr, befand sich ein 60-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis München im Bereich einer Unterführung des Hofreiterwegs. Dort traf er auf drei ihm unbekannte Personen (1x 15, 2 x16 Jahre alt, alles deutsche Staatsbürger mit Wohnsitzen in München).

Die Tatverdächtigen griffen nach seiner Umhängetasche und einer zog einen Schlagstock hervor, den er mit einer drohenden Geste nach oben hob. Der 60-Jährige wurde aufgefordert, seine Tasche zu übergeben. Der 60-Jährige wehrte sich gegen den Angriff und konnte den Schlagstock an sich nehmen. Die drei Tatverdächtigen entfernten sich daraufhin vom Tatort ohne Tatbeute.

Bei der Auseinandersetzung ging der 60-Jährige zu Boden und wurde an einem Bein verletzt. Eine zufällig vorbeilaufende Joggerin half dem Angegriffenen dabei wieder aufzustehen. Er alarmierte den Polizeinotruf 110, woraufhin sofort mehrere Streifen der Münchner Polizei zur Einsatzörtlichkeit geschickt wurden.

Es wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen aufgenommen, an denen über zehn Streifen beteiligt waren. Der 60-Jährige musste zur weiteren Behandlung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnten die drei Tatverdächtigen in der Umgebung festgestellt und vorläufig festgenommen werden. Sie wurden wegen des versuchten Raubdelikts angezeigt und nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung ihren Sorgeberechtigten übergeben.

Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich des Hofreiterwegs Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, insbesondere die bislang unbekannte Joggerin, die dem Opfer geholfen hat, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


714.     Trickdiebstahl durch falsche Handwerker in zwei Fällen – Taufkirchen

Fall 1:

Am Montag, 11.05.2026, gegen 14:00 Uhr, klingelten zwei bislang unbekannte Täter an der Haustür eines über 90-Jährigen in Taufkirchen. Im Haus war auch die Pflegekraft des über 90-Jährigen.

Die Täter gaben vor, Handwerker zu sein, welche durch die Gemeinde beauftragt worden wären, die Thermostate sowie das Dach zu überprüfen.

Einer der angeblichen Handwerker lenkte die Anwesenden ab, während der andere unbekannte Täter die Räumlichkeiten nach Wertgegenständen durchsuchte.

Mögliche entwendete Gegenstände konnten noch nicht sicher festgestellt werden.

Die unbekannten Täter entfernten sich unerkannt. Die Tat wurde am nächsten bei einer Polizeiinspektion angezeigt.

Die Täter werden wie folgt beschrieben:

Täter 1:

Männlich, ca. 50 Jahre, 170 cm, südosteuropäischer Erscheinung, sprach deutsch ohne Akzent, schwarze Haare.

Täter 2:

Männlich, circa 18 Jahre, 180 cm, kurze schwarze Haare; bekleidet mit einer langen Cargohose (Zollstock in einer der Hosentaschen) sowie einem T-Shirt.

Fall 2:

Am Montag, 11.05.2026, gegen 15:00 Uhr, klingelte ein bislang unbekannter Täter an der Haustür einer über 80-Jährigen in Taufkirchen.

Er gab vor, Handwerker zu sein und Arbeiten an dem Dach der über 80-Jährigen durchführen zu wollen. Im weiteren Verlauf kam ein zweiter bislang unbekannter Täter hinzu, der angebliche Vorgesetzte, welcher den ersten unbekannten Täter bei den angeblichen Arbeiten unterstützte.

Für ihre angeblichen Arbeiten verlangten einen Betrag von mehreren tausend Euro, welchen die über 80-Jährige bezahlte.

Erst am Abend stellte die über 80-Jährige fest, dass die angeblichen Arbeiten nie verrichtet wurden und ihre Räumlichkeiten nach Wertgegenständen durchsucht wurden.

Nach aktuellem Ermittlungsstand wurde Schmuck im Wert von über tausend Euro entwendet. Die Tat wurde auch wie im Fall 1 am nächsten Tag auf einer Polizeiinspektion angezeigt.

Das Kommissariat 55 hat in beiden Fällen die Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:

Beide Häuser befanden sich in naher Nachbarschaft. Wer hat zu den angegebenen Zeiten im Bereich der Rosenstraße, Tulpenstraße, Edelweißstraße, Flurweg, Hohenbrunner Weg, Enzianweg und Dorfstraße (Taufkirchen)

Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser, Sanitärinstallateure oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung oder geplante Reparaturen für das Wohnanwesen anberaumt sind. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z.B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken überprüfen lassen, ob entsprechende Behauptungen der Wahrheit entsprechen.

Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.


715.     Person prallt gegen Fahrgeschäft und wird schwer verletzt; Berichtigung einer Detailinformation zur unfallbeteiligten Person – Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt 

            -Korrektur der Medieninformation vom 27.04.2026, Nr. 618

Wie bereits berichtet, kam es am Samstag, 25.04.2026, gegen 23:15 Uhr, an einem Fahrgeschäft auf dem Frühlingsfest (Theresienwiese) zu einem Unfall, bei dem eine 23-Jährige mit österreichischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in Österreich schwer verletzt wurde.

Entgegen der Angabe in unserer diesbezüglichen Medieninformation am 27.04.2026, Ziffer 618, stellen wir hierzu richtig; dass zu keinem Zeitpunkt Anhaltspunkte für eine Alkoholisierung der verunfallten Person vorlagen.

Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen und um Berücksichtigung dieser richtig gestellten Tatsache im Rahmen der medialen Berichterstattung.

Das Kommissariat 13 führt weiterhin die Ermittlungen.


716.     Pkw-Fahrerin verursacht mehrere Verkehrsunfälle und stirbt später im Krankenhaus – Sendling und Obergiesing 

            -siehe Medieninformation vom 13.05.2026, Nr. 710

Wie bereits berichtet, kam es am Dienstag, 12.05.2026, gegen 05:40 Uhr, zu einem Unfall, an dem mehrere Fahrzeuge beteiligt waren.

Die 41-jährige Unfallverursacherin (deutsche Staatsbürgerin mit Wohnsitz in München) wurde nach dem Unfall wegen ihrer schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Dort starb sie am Mittwoch, 13.05.2026, aufgrund ihrer Verletzungen.

Die Münchner Verkehrspolizei führt weiterhin die Ermittlungen.


717.     Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und Gefährdung des Straßenverkehrs – Trudering-Riem

Am Donnerstag, 14.05.2026, gegen 00:20 Uhr, fuhr ein 20-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München mit einem VW Pkw auf der Wasserburger Landstraße. Eine Streife der Münchner Polizei wollte den Pkw anhalten und eine allgemeine Verkehrskontrolle durchführen. Der 20-Jährige erhöhte daraufhin die Geschwindigkeit und fuhr mit dem Pkw von der Örtlichkeit davon.

Zur Feststellung des Fahrzeugs wurden mehrere Streifen zur Unterstützung hinzugezogen. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit und der daraus resultierenden möglichen Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer konnten die Beamten dem Fahrzeug nicht durchgehend folgen.

Im Bereich eines Sportgeländes am Rotkehlchenweg durchbrach der 20-Jährige mit dem Pkw den Zaun und fuhr auf den dortigen Sportplatz. Er verließ danach diesen Platz mit dem Pkw und kollidierte später im Bereich des Stieglitzwegs mit einer Grundstückmauer, wodurch das Fahrzeug vor eine Garagenzufahrt geschleudert wurde. Dabei entstand ein Sachschaden an einem dortigen Zaun. Zudem wurden weitere dort geparkte Fahrzeuge beschädigt. Der VW wurde dadurch ebenfalls beschädigt und der 20-Jährige entfernte sich von der Unfallörtlichkeit zu Fuß.

Zur Fahndung nach dem 20-Jährigen wurden auch ein Hubschrauber und ein Diensthund zur Unterstützung angefordert. Er konnte später in der Nähe unter einem geparkten Fahrzeug liegend festgestellt werden, woraufhin er wieder zu Fuß flüchtete.

Er wurde daraufhin vom angeforderten Diensthundeführer mit Hund verfolgt und konnte gestellt werden. Mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte wurde er festgenommen. Dabei wehrte er sich und trat auch in Richtung des Hundes. Der Hund reagierte auf diese Situation und der 20-Jährige erlitt mehrere oberflächliche Bisswunden.

Er wurde vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der 20-Jährige wirkte auf die Polizeibeamten alkoholisiert und es bestand auch der Verdacht auf eine Einnahme anderer berauschender Mittel. Deshalb wurde eine Blutentnahme angeordnet. Er wurde nach der Blutentnahme und der medizinischen Behandlung wieder entlassen.

Der Pkw wurde als Beweismittel sichergestellt und zur Polizeiverwahrstelle abgeschleppt. Der Führerschein des 20-Jährigen wurde ebenfalls sichergestellt.

Der 20-Jährige wurde wegen einer Gefährdung des Straßenverkehrs, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und eines unerlaubten Entfernens vom Unfallort angezeigt.

Es waren über zehn Streifen an dem Einsatz beteiligt. Der Gesamtschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.

Die Münchner Verkehrspolizei hat vor Ort den Unfall aufgenommen und übernahm die Ermittlungen.


718.     Fahrradfahrer stürzt und wird schwer verletzt – Isarvorstadt 

Am Mittwoch, 13.05.2026, gegen 15:45 Uhr, fuhr ein 62-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis München mit einem Fahrrad auf dem Radweg der Kapuzinerstraße stadtauswärts.

Aufgrund einer dortigen Baustelle wird der Radweg dort anders geführt. Diese Verkehrsführung ist durch gelbe Fahrbahnmarkierungen und Warnbaken gekennzeichnet.

Der 62-Jährige folgte dem Weg und überholte dort einen anderen in dieselbe fahrenden Radfahrer. Beim Überholvorgang berührte er mit dem Fahrradlenker eine Warnbake. Dadurch stürzte er. Bei dem Sturz wurde er schwer verletzt. Er musste danach vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankhaus gebracht werden.

Die Münchner Verkehrspolizei hat vor Ort den Unfall aufgenommen und führt die weiteren Ermittlungen.