15.05.2026, Polizeipräsidium Oberfranken

PINZBERG, LKR. FORCHHEIM. Bei Feldarbeiten stießen Zeugen am Freitagabend auf eine Panzergranate aus dem 2. Weltkrieg. Da diese jedoch nicht abtransportiert werden kann, müssen derzeit 32 Bewohner der Gemeinde Pinzberg ihre Häuser verlassen. Der Blindgänger soll nach Mitternacht kontrolliert gesprengt werden.

Der Finder der rund 40 Zentimeter großen Panzergranate verständigte gegen 19.15 Uhr den polizeilichen Notruf. Einsatzkräfte der Polizei in Forchheim nahmen daraufhin den mutmaßlichen Sprengkörper auf einem Acker bei Pinzberg in Augenschein und kontaktierten das Sprengkommando. Die Spezialisten aus Mittelfranken bestätigten den Verdacht und äußerten bereits aufgrund eines übersandten Bildes, dass die Granate nicht einfach abtransportiert werden könne. Es sei nur eine kontrollierte Sprengung vor Ort möglich. Diese soll dann erfolgen, sobald alle Personen im Umkreis von 200 Metern um den Fundort diesen verlassen haben.

Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst sowie Kräfte des THW sorgten daraufhin mit einer Vielzahl an Kräften dafür, dass insgesamt 32 Personen im betroffenen Radius informiert und evakuiert wurden und derzeit im Feuerwehrhaus in Pinzberg Unterschlupf finden (Stand 23.30 Uhr). Das Betreuungsangebot nehmen aktuell 13 Personen wahr. Andere wandten sich bereits zuvor an Bekanntschaften, Familienangehörige oder besuchten kurzerhand das derzeit stattfindende Schützenfest in der Gemeinde.

Die Evakuierungsmaßnahmen haben ebenfalls Einfluss auf den Bahnverkehr. Die Bahnlinie zwischen Forchheim und Ebermannstadt ist im betroffenen Teilstück gesperrt.

Die Sprengung der Granate soll nach den getroffenen Vorbereitungen mutmaßlich kurz nach Mitternacht erfolgen. Im Anschluss können die Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Nachtrag:

Die Spezialisten des Sprengkommando aus Mittelfranken konnten die Panzergranate um Mitternacht auf dem Acker sprengen. Die Überreste werden nun fachgerecht abtransportiert.

Die Einsatzkräfte der zusammenarbeitenden Blaulichtorganisationen fahren die getroffenen Evakuierungsmaßnahmen derzeit wieder zurück und informieren die Anwohner über das Ende des Einsatzes. Alle Personen können wieder in ihre Häuser zurück. Auch die Sperrung der Bahnstrecke ist aufgehoben.