21.05.2026, Polizeipräsidium München

749.     Sachbeschädigung durch Brand und Schmierschriften – Au-Haidhausen

750.     Angriff und Widerstand gegen Polizeibeamte; zwei Beamte leicht verletzt – Sendling-Westpark

751.     Pkw entzieht sich einer Polizeikontrolle – Schwabing-Freimann

752.     Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Sendling-Westpark

753.     Versuchte schwere Brandstiftung – Sendling

754.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach Brandstiftung– Ludwigsvorstadt

755.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach exhibitionistischer Handlung – Milbertshofen

756.     Trickdiebstahl durch falsche Polizeibeamte – Schwabing


749.     Sachbeschädigung durch Brand und Schmierschriften – Au-Haidhausen

Am Dienstag, 19.05.2026, gegen 18:50 Uhr, bemerkte ein 54-jähriger chilenischer Staatsbürger mit Wohnsitz in München ein brennendes Kleidungsstück in einer Tiefgarage. Dieser Brand konnte durch den 54-Jährigen eigenständig gelöscht werden. Kurze Zeit später wurde in der gleichen Tiefgarage ein weiterer kleiner Brand festgestellt.

Der 54-Jährige informierte den Polizeinotruf 110.

Durch eingesetzte Kräfte der Feuerwehr konnte der Brand schnell gelöscht werden. Verletzt wurde durch den Brand niemand.

Im Verlauf der weiteren Ermittlungen konnten durch die eingesetzten Polizeibeamten mehrere u.a. politisch motivierte Schmierschriften festgestellt werden.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um den oder dieselben Täter handelt. Die Schadenshöhe ist aktuell noch nicht bekannt.

Eine umgehend eingeleitete Fahndung nach möglichen Tatverdächtigen brachte bislang keine neuen Erkenntnisse.

Die weiteren Ermittlungen hat das Kriminalfachdezernat 4 übernommen.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Balanstraße und St.-Martin-Straße (Ramersdorf-Perlach) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 4 Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


750.     Angriff und Widerstand gegen Polizeibeamte; zwei Beamte leicht verletzt – Sendling-Westpark

Am Mittwoch, 20.05.2026, gegen 12:05 Uhr, wurde der Polizeinotruf 110 über eine randalierende Person in einer Wohnung informiert. Sofort wurden mehrere Streifen der Münchner Polizei zu der Örtlichkeit geschickt. In der Wohnung trafen sie auf einen 24-jährigen dort wohnenden Deutschen und nach einer ersten Kontaktaufnahme wurden die Beamten mit Faustschlägen von dem Mann angegriffen.

Es entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung, bei der zwei Polizeibeamte mit Prellungen leicht verletzt wurden. Der 24-Jährige konnte danach überwältigt, gefesselt und zu einer Polizeiinspektion gebracht werden.

Er wurde wegen Angriffs und Widerstands gegen Polizeibeamte, sowie eines Körperverletzungsdelikts angezeigt. Eine Blutentnahme wurde angeordnet und durchgeführt.

Aufgrund seines psychisch auffälligen Verhaltens wurde der 24-Jährige danach in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Die beiden Polizeibeamten sind weiterhin dienstfähig.

Das Kommissariat 24 übernimmt die weiteren Ermittlungen.


751.     Pkw entzieht sich einer Polizeikontrolle – Schwabing-Freimann

Am Donnerstag, 21.05.2026, gegen 00:50 Uhr, wollte eine uniformierte Streife der Polizeiinspektion 47 einen Audi Pkw im Bereich der Schwarzhauptstraße einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterziehen.

Der Pkw entzog sich mit hoher Geschwindigkeit und Missachtung sämtlicher Anhaltesignale der Kontrolle. Der Pkw fuhr durch Freimann, die Parkstadt Schwabing und Milbertshofen. Der Fahrer beging dabei mehrere Verkehrsordnungswidrigkeiten und beschleunigte den Pkw teilweise auf weit über 100 km/h. Im Bereich des Frankfurter Rings 182 und an der Einmündung zur Ungerer Straße wurden Verkehrsteilnehmer durch die Fahrweise konkret gefährdet.

Beim Abbiegen von der Schenkendorfstraße in die Lyonel-Feininger-Straße kam der Pkw schließlich nach Links von der Fahrbahn ab, prallte auf dem Gehweg gegen einen Metallabsperrbügel und kam schließlich zum Stehen. Hierbei wurde der Pkw erheblich beschädigt.

Nach dem Unfall flüchteten die Insassen des Fahrzeugs zu Fuß von der Unfallstelle. Im Rahmen der Fahndung konnten schließlich der Fahrer, ein 18-jähriger Kroate mit Wohnsitz in München, sowie ein Mitfahrer angetroffen und festgehalten werden. Bei dem 18-Jährigen konnten zudem Betäubungsmittel aufgefunden werden. Er wurde daraufhin vorläufig festgenommen. Zudem war er nicht im Besitz der notwendigen Fahrerlaubnis. Da er zudem augenscheinlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, wurde eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt.

Der 18-Jährige wurde wegen eines verbotenen Kraftahrzeugrennens, eines Fahrens ohne Fahrerlaubnis, eines unerlaubten Entfernens von Unfallort, einer Gefährdung des Straßenverkehrs sowie eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetzt angezeigt.

Der verunfallte Pkw wurde abgeschleppt und sichergestellt.

Die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernehmen die Münchner Verkehrspolizei sowie das Kriminalfachdezernat 8 der Münchner Kriminalpolizei.


752.     Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Sendling-Westpark

Am Mittwoch, 20.05.2026, in den Mittagsstunden erhielt eine über 90-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf von einer ihr unbekannten weiblichen Person. Diese gab an, dass der Neffe der über 90-Jährigen einen tödlichen Verkehrsunfall versursacht hätte und man eine Kaution in Höhe von 60.000 Euro in bar bezahlen müsse, um eine Inhaftierung zu verhindern.

Daraufhin übergab die über 90-Jährige vor einer Sparkassenfiliale im Bereich der Johann-Clanze-Straße eine Stofftasche mit mehreren zehntausend Euro an eine unbekannte männliche Person. Eine Passantin, die die Übergabe beobachten konnte, verständigte umgehend den Polizeinotruf 110.

Der Abholer entfernte sich nach der Geldübergabe mit einem blauen Opel Astra in unbekannte Richtung. Eine direkt eingeleitete Fahndung im Nahbereich erbrachte keinen neuen Erkenntnisse zu den Tätern.

Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kommissariat 61 der Münchner Kriminalpolizei.

Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:

Männlich, ca. 170cm, ca. 30 Jahre alt, schlank, südeuropäisches Erscheinungsbild, trug eine Brille, Nackentattoo

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Johann-Clanze-Straße, Kürnbergstraße und Passauerstraße (Sendling-Westpark) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


753.     Versuchte schwere Brandstiftung – Sendling

Am Donnerstag, 21.05.2026, gegen 03:10 Uhr, wurde der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München über die Integrierte Leitstelle ein Brand in einem Innenhof mitgeteilt.

Daraufhin wurden umgehend mehrere Streifen zur Einsatzörtlichkeit entsandt. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten fest, dass die Fassade eines Mehrfamilienhauses in Brand geraten war.

Der Brand konnte durch die Feuerwehr gelöscht werden. Die Bewohner wurden während des Einsatzes von der Feuerwehr aus dem Haus evakuiert. Personen wurden nach derzeitigem Kenntnisstand nicht verletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.

Nach den ersten Ermittlungen vor Ort gerieten offenbar zunächst mehrere Gegenstände auf einer Terrasse (u.a. Gartenmöbel) und in Folge dessen die Hausfassade in Brand.

Aufgrund der Gesamtumstände wird derzeit von einer versuchten schweren Brandstiftung ausgegangen.

Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung im Nahbereich brachte keine Hinweise auf mögliche Tatverdächtige.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei geführt.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Karwendelstraße (Sendling) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


754.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach Brandstiftung– Ludwigsvorstadt

Am Donnerstag, 21.05.2026, gegen 02:10 Uhr, konnte ein Passant einen Mann dabei beobachten, wie dieser die Plastikverkleidung an einer Ampel an der Kreuzung Schillerstraße Ecke Schwanthalerstraße herunter riss, sodass die Kabelstränge frei lagen. Danach stopfte er Plastikmüll in den Kabelkanal und zündete diesen mit einem Feuerzeug an. Daraufhin verständigte der Passant den Polizeinotruf 110 und eine zivile Streifenbesatzung konnte den Tatverdächtigen noch vor Ort vorläufig festnehmen. Bei ihm handelt es sich um einen 28-jährigen Somalier ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Der Brand konnte durch die hinzugezogene Feuerwehr gelöscht werden. Durch den Brand wurden die Kabel zwar verschmort, aber die Ampel war weiterhin funktionstüchtig.

Der 28-Jährige wurde wegen der Tat angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aufgrund seiner Alkoholisierung in Gewahrsam genommen.

Die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernimmt das Kommissariat 13.


755.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach exhibitionistischer Handlung – Milbertshofen

Bereits am Donnerstag, 07.05.2026, befand sich eine 23-jährige Deutsche mit Wohnsitz in Landkreis Augsburg als Fußgängerin im Bereich Milbertshofen. Dort bemerkte sie eine männliche Person in einem Wohnhaus am Fenster, welche sexuelle Handlungen an sich vornahm, während er den Blickkontakt zur 23-Jährigen hielt. Die 23-Jährige informierte zunächst nicht den Polizeinotruf 110.

Am Mittwoch, 20.05.2026, gegen 15:10 Uhr, lief die 23-Jährige erneut an der Wohnung des Mannes vorbei und konnte wieder feststellen, dass dieser wieder sexuelle Handlungen an sich vornahm und Blickkontakt zu ihr hielt. Die 23-Jährige informierte deshalb den Polizeinotruf. Die männliche Person, ein 38-jähriger Deutscher, konnte schließlich in seiner Wohnung festgenommen werden.

Er wurde wegen der exhibitionistischen Handlung angezeigt und nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen.

Das Kommissariat 15 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


756.     Trickdiebstahl durch falsche Polizeibeamte – Schwabing

Am Mittwoch, 20.05.2026, zwischen 16:00 Uhr und 16:35 Uhr, klingelten zwei bislang unbekannte Täter an der Wohnungstür einer über 90-Jährigen in einem Mehrfamilienhaus. Sie gaben sich als Polizeibeamte aus und gaben an, dass es im Nebengebäude zu einem Diebstahl von Schmuck gekommen wäre und sie nun den Schmuck der über 90-Jährigen in Verwahrung nehmen müssten.

Die Seniorin übergab Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro und die Täter verließen im Anschluss unerkannt das Haus.

Einem Nachbarn der über 90-Jährigen kam die Situation verdächtig vor und er verständigte den Polizeinotruf 110. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen erbrachten keine Hinweise auf die Identität der Täter.

Die weiteren Ermittlungen wurden vom Kommissariat 55 übernommen.

Die beiden Täter werden wie folgt beschrieben:

männlich, ca. 170 cm, ca. 40 Jahre alt, mitteleuropäisches Erscheinungsbild, sprachen mit bayrischem Akzent

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Belgradstraße, Destouchesstraße, Fallmerayerstraße, Clemensstraße, Angererstraße, Unertlstraße und Herzogstraße (Schwabing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis:
Vergewissern Sie sich bei geringsten Zweifeln durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt, noch bevor Sie einen Unbekannten in Ihre Wohnung einlassen!

Denken Sie bitte immer daran: Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit!

Wichtige Tipps gegen diesen Trickdiebstahl:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertsachen bitten!
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
  • Rufen Sie bei geringsten Zweifeln stets bei der 110 an!