MEMMINGERBERG. Am vergangenen Wochenende fand in Memmingerberg auf dem Gelände südlich des Allgäu-Airports das IKARUS-Festival 2026 statt. Nach Angaben des Veranstalters besuchten in diesem Jahr etwa 120.000 Gäste die Veranstaltung.
Aus polizeilicher Sicht standen der sichere Ablauf der Veranstaltung, Verhütung und Verfolgung von strafrechtlich relevantem Verhalten sowie die Vermeidung von Verkehrsbehinderungen und Beeinträchtigungen für die Bevölkerung im Vordergrund.
Im Vorfeld des Festivals hatten sich die beteiligten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben gemeinsam mit dem Veranstalter akribisch vorbereitet, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Polizeilich wurde die mehrtägige Veranstaltung durch Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West sowie Unterstützungskräften des Polizeipräsidiums Oberbayern/Nord, der Bayerischen Grenzpolizei sowie der Bayerischen Bereitschaftspolizei betreut. Zudem befanden sich Einsatzkräfte der Bundespolizei und des Deutschen Zolls im Gesamteinsatz.
Das IKARUS-Festival fand erneut zum Start der Pfingstferien statt und fiel damit mit dem Beginn des Ferienreise- und Flugverkehrs zusammen. Dank der Verkehrsplanungen kam es lediglich zu temporären Behinderungen in der An- und Abreisephase. Der Rückstau konnte jedoch zeitnah aufgelöst werden. Insgesamt verlief der Verkehr weitestgehend störungsfrei.
Darüber hinaus kam es nach einem vorläufigen polizeilichen Fazit im Verlauf des Festivals zu einer niedrigen dreistelligen Anzahl an Straftaten aus dem Bereich der Betäubungsmittelkriminalität sowie jeweils einer niedrigen einstelligen Anzahl an Eigentums- bzw. Körperverletzungsdelikten. Leider kam es in diesem Jahr zu vier Widerstandhandlungen gegen Polizeibeamte, wobei ein Beamter leicht verletzt wurde, seinen Dienst aber fortführen konnte.
Polizeiliche Kontrollkräfte stellte eine hohe zweistellige Anzahl an Kraftfahrzeugführern fest, die im Verdacht stehen ihre Fahrzeuge unter dem Einfluss von Drogen und/oder Alkohol geführt zu haben.
Es kam zu vereinzelten Lärmbeschwerden von Anwohnern. Übermäßigen Lärmbelästigungen wurde auch in diesem Jahr durch Lärmschutzmessungen an vorher ausgewählten Messpunkten begegnet. Die Lautstärke wurde erforderlichenfalls reduziert.
Die Polizeiführung zog ein sehr positives Resümee:
„Dank der umfangreichen Vorplanungen, der konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten, aber auch dem überwiegend vorbildlichen Verhalten der Besucher verlief die Veranstaltung ohne größere Sicherheitsstörungen. Es kam lediglich zu festivaltypischen Delikten und geringfügigen Beeinträchtigungen. Unser Dank gilt in diesem Zusammenhang insbesondere den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld und ihr Verständnis für einsatzbedingte Beeinträchtigungen.“
(PP Schwaben Süd/West)
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