NIEDERBAYERN. Das Polizeipräsidium Niederbayern beteiligt sich auch im Jahr 2026 am länderübergreifenden EU-LIFE-Projekt „wildLIFEcrime“ zur Bekämpfung von Naturschutzkriminalität. In diesem Zusammenhang werden insbesondere in den Monaten Juni und Oktober verstärkt sogenannte Artenschutzstreifen durchgeführt.
In Niederbayern kommen verschiedene besonders und streng geschützte Tierarten vor, darunter Greifvögel, Luchse, Wölfe und Biber. Nach den Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes ist es verboten, diese Tiere zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Zudem unterliegen sowohl lebende als auch tote Tiere einem gesetzlichen Besitzverbot. Bedauerlicherweise registriert das Polizeipräsidium Niederbayern immer wieder Straftaten, die sich gegen streng geschützte Tiere richten.
Im Rahmen der Schwerpunktmonate Juni und Oktober werden deshalb niederbayernweit verstärkt Artenschutzstreifen durchgeführt. Die Maßnahmen erfolgen durch die Zentralen Einsatzdienste des Polizeipräsidiums Niederbayern, insbesondere durch Unterstützung von Diensthundeführern. Die Einsatzkräfte bestreifen hierbei verstärkt Spazier- und Wanderwege, Waldgebiete, Wiesenflächen sowie sonstige Bereiche, in denen bereits in der Vergangenheit verdächtige Feststellungen getroffen wurden oder eine besondere Gefährdung für geschützte Tierarten besteht. Im Fokus der Maßnahme steht insbesondere das frühzeitige Erkennen möglicher Giftköder, Fallen oder anderer verdächtiger Gegenstände sowie das Auffinden verletzter oder getöteter Tiere. Parallel dazu suchen die Einsatzkräfte gezielt das Gespräch mit Spaziergängern, Hundehaltern und Bürgern, um über die Problematik der illegalen Verfolgung geschützter Tierarten zu informieren und für verdächtige Wahrnehmungen zu sensibilisieren. Bürger können sich bei Fragen jederzeit an die eingesetzten Polizeibeamten wenden.
Ziel des Polizeipräsidiums Niederbayern ist es, Verstöße gegen artenschutzrechtliche Bestimmungen frühzeitig zu erkennen, konsequent zu verfolgen und aufzuklären. Gleichzeitig soll durch präventive Maßnahmen und verstärkte Öffentlichkeitsarbeit ein nachhaltiger Beitrag zum Schutz streng geschützter Tierarten geleistet werden.
Der Schutz bedrohter Tierarten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Zur Verhinderung sowie zur Aufklärung von Straftaten im Bereich des Artenschutzes ist die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Die Bürger werden daher gebeten, verdächtige Wahrnehmungen oder Beobachtungen umgehend der Polizei mitzuteilen.
Medienkontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, PKin Gibis, Tel.: 09421/ 868-1015
Veröffentlicht: 28.05.2026, 09:30 Uhr