08.06.2026, Polizeipräsidium Oberfranken

HOF. Derzeit kommt es am Schulgelände in der Max-Reger-Straße zu einem Polizeieinsatz.

Nach einem Anruf über eine mutmaßliche Gewalttat innerhalb des Schulgebäudes ist derzeit eine Vielzahl an Polizeikräften vor Ort. Die Beamten durchsuchen den Gebäudekomplex.

Es gibt aktuell keine Erkenntnisse zu Verletzten. Schüler werden während der polizeilichen Maßnahmen in ihren Klassenzimmern durch Lehrkräfte betreut.

 

Nachtrag 8. Mai 2026, 12.10 Uhr

Kurz vor 11 Uhr wählte eine bislang unbekannte Person die Rufnummer der Polizeiinspektion Hof und teilte am Telefon ein mutmaßliches Gewaltdelikt in der Realschule mit. Laut dem Anrufer soll es zu einer Gewalttat mit mehreren Verletzten unter Einsatz eines Messers gekommen sein.

Die Polizei in Hof sowie eine Vielzahl an unterstützenden Kräften der umliegenden Dienststellen eilten sofort zum Schulkomplex und begannen, diesen zu durchsuchen. Für die Dauer der polizeilichen Maßnahmen befinden sich Schüler, die regulären Unterricht hatten, in ihren Klassenzimmern und werden dort durch Lehrkräfte betreut. Weitere Schüler, die sich während des Einsatzbeginns frei im Schulgebäude bewegten, wurden zu einem Sammelplatz im Freien gebracht.

Polizeihubschrauber sind im Einsatz und bringen weitere Einsatzkräfte vor Ort.  

Auch zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: 12.10 Uhr) gibt es keine Hinweise auf eine tatsächlich stattgefundene Gewalttat oder verletzte Personen.

Für besorgte Eltern, Erziehungsberechtigte oder sonstige Betreuungspersonen, die sich bereits vor Ort befinden, ist eine Anlaufstelle in der Mozartstraße (dortige Fachakademie für Sozial- und Heilpädagogik) eingerichtet.

 

Nachtrag / Neuigkeit zur Anfahrt für Eltern (8. Mai 2026, 13.22 Uhr): 

Um die Verkehrssituation in der Ossecker Straße, der Mozartstraße sowie der August-Mohl-Straße zu entlasten, werden anfahrende Eltern gebeten, ab sofort zur neuen Sammelstelle an der Freiheitshalle (Kulmbacher Straße 4) in Hof zu fahren.

Schüler werden aktuell durch Polizisten aus dem Gebäude begleitet, anschließend mit bereitgestellten Bussen zur Freiheitshalle gebracht und dort durch Kräfte des Rettungsdienstes, der Stadt Hof sowie der polizeilichen Betreuungsgruppe versorgt.

Zudem ist durch die Stadt Hof für die Eltern der Kinder ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Tel.-Nr. 09281/8151460 erreichbar.

 

Abschlussmeldung zum Polizeieinsatz an der Realschule in Hof

Der Polizeieinsatz am Schulgelände in der Max-Reger-Straße in Hof ist weitgehend beendet. Die eingegangenen Hinweise auf mutmaßlich Verletzte bestätigten sich glücklicherweise nicht. Es laufen nun die polizeilichen Ermittlungen wegen des Vortäuschens der vermeintlichen Gewalttat.

Der verdächtige Anruf des bislang unbekannten Mitteilers löste gegen 11 Uhr den polizeilichen Großeinsatz am Montagmorgen aus. Die sofort eingeleiteten und umfassenden Einsatzmaßnahmen der Polizei, welche sich nicht nur auf die Realschule, sondern auch auf das dortige Gymnasium erstreckten, führten am Nachmittag zur Gewissheit, dass die vermeintliche Gewalttat vorgetäuscht war.

Die Ermittlungen zum Anrufer führt nun die Kriminalpolizei Hof. Im Falle einer Täterermittlung drohen empfindliche Strafen. Das Vortäuschen einer Notlage, um einen Polizeieinsatz auszulösen, erfüllt in Deutschland den Straftatbestand des Missbrauchs von Notrufen sowie das Vortäuschen einer Straftat. Neben Freiheits- oder Geldstrafen können auch weitreichende finanzielle Regressforderungen aufgrund der umfassenden Einsatzkosten drohen. Neben der örtlich zuständigen Polizeiinspektion Hof waren auch Einsatzkräfte aus ganz Oberfranken sowie Spezialkräfte aus Mittelfranken und Polizeihubschrauber eingebunden. Zudem unterstützten über 100 Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW.

Von dem Einsatz waren über 1.200 Schüler betroffen.