902. Einbruch in eine Apotheke – Ismaning
903. Trickdiebstahl – Schwabing-West
904. Betriebsunfall; eine Person schwer verletzt – Fürstenried-West
905. Festnahme eines Tatverdächtigen nach versuchtem Diebstahl aus Pkw – Laim
906. Amtswechsel bei der Polizeiinspektion 12 (Maxvorstadt)
902. Einbruch in eine Apotheke – Ismaning
Im Zeitraum von Mittwoch, 17.06.2026, 18:30 Uhr, bis Donnerstag, 18.06.2026, 07:50 Uhr, verschafften sich ein oder mehrere bislang unbekannte Täter gewaltsam über eine Glasschiebetür Zugang zu einer Apotheke in Ismaning.
Anschließend wurden die Räumlichkeiten nach Diebesgut durchsucht. Die Täter entwendeten Bargeld aus dem Kassenbereich. Außerdem öffneten sie gewaltsam einen in den Räumlichkeiten befindlichen Tresor, aus welchem ebenfalls Bargeld entwendet wurde, und flüchteten anschließend unerkannt.
Als der Geschäftsführer den Einbruch bemerkte, verständigte er den Polizeinotruf 110. Vor Ort wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Das Kommissariat 52 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Bahnhofstraße, Hauptstraße, Münchener Straße, An der Isarau und Moarstraße (Ismaning) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 52, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
903. Trickdiebstahl – Schwabing-West
Am Mittwoch, 17.06.2026, gegen 15:30 Uhr, klingelte eine männliche Person an der Wohnungstür einer über 80-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München. Als sie die Tür öffnete, bettelte der Mann um Geld. Da die Seniorin Mitleid verspürte, begab sie sich wieder in die Wohnung, um Bargeld zu holen.
In diesem unbeobachteten Moment entwendete der Täter einen mittleren dreistelligen Eurobetrag Bargeld aus der Wohnung und flüchtete.
Als die Frau einige Zeit später den Diebstahl bemerkte, verständigte sie die Polizei.
Das Kommissariat 55 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 170 cm groß, hager, ungepflegte Erscheinung, teilweise fehlende Zähne
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Belgradstraße, Petuelpark, Isoldenstraße und Parzivalstraße (Schwabing-West) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
904. Betriebsunfall; eine Person schwer verletzt – Fürstenried-West
Am Mittwoch, 17.06.2026, gegen 08:00 Uhr, stürzte ein 23-jähriger Bauarbeiter mit kosovarischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz im Landkreis Ebersberg auf einer Großbaustelle aus großer Höhe. Weitere Bauarbeiter, die den Sturz bemerkten, leisteten Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab.
Der 23-Jährige wurde bei dem Sturz schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.
Erste polizeiliche Ermittlungen vor Ort erbrachten den Anfangsverdacht von vorliegenden Baumängeln. Daraufhin übernahm das Kommissariat 13 die weiteren Ermittlungen.
Gegen die Verantwortlichen, einen 47-Jährigen mit kosovarischer Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz im Landkreis Ebersberg und einen 29-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck, wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Baugefährdung eingeleitet.
905. Festnahme eines Tatverdächtigen nach versuchtem Diebstahl aus Pkw – Laim
Am Donnerstag, 18.06.2026, gegen 02:45 Uhr, verschaffte sich ein 26-jähriger Deutscher ohne festen Wohnsitz in Deutschland auf unbekannte Art Zugang zu einem am Straßenrand geparkten Mercedes Pkw. Der 26-Jährige durchsuchte anschließend das Fahrzeug nach Wertgegenständen. Der Fahrzeugbesitzer, ein 55-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München, wurde auf die Tat aufmerksam und verständigte den Polizeinotruf 110.
Polizeikräfte konnten den 26-Jährigen noch am Tatort antreffen, kontrollieren und festnehmen. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen und einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurde er der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Zur Klärung der Haftfrage wegen der vorliegenden Tat wird der Tatverdächtige heute einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Ermittlungen ergaben, dass gegen den 26-Jährigen zudem aktuell in anderer Sache ein Haftbefehl vorliegt.
Das Kommissariat 54 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
906. Amtswechsel bei der Polizeiinspektion 12 (Maxvorstadt)
Am Donnerstag, 18.06.2026, wurde durch Polizeipräsident Thomas Hampel der neue Leiter der Polizeiinspektion 12 (Maxvorstadt), Herr Polizeidirektor (PD) Volker Kullmann, offiziell in sein neues Amt eingeführt. Er übernahm die Amtsgeschäfte am 1. Mai 2026 von seinem Vorgänger, Herrn Polizeidirektor a. D. Stefan Funk. Dieser leitete die Polizeiinspektion 12 seit März 2014 und verabschiedete sich im Mai 2026 nach mehr als vier Jahrzehnten im Dienst der Bayerischen Polizei in den Ruhestand.
Der berufliche Werdegang von Herrn Stefan Funk war von hohem Engagement und der Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben geprägt. Seine Laufbahn begann Herr Funk im September 1982 als Polizeimeisteranwärter in der 2. Qualifikationsebene. Nach dem erfolgreichen Studium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst im Jahr 1994 absolvierte er im Jahr 2002 auch das Studium für den höheren Polizeivollzugsdienst. Im Verlauf seiner langjährigen Karriere war Herr Funk sowohl bei der Schutz- als auch bei der Kriminalpolizei in unterschiedlichen Funktionen tätig. Im Jahr 2014 wurde Herr Funk mit der Leitung der Polizeiinspektion 12 betraut. In den darauffolgenden zwölf Jahren prägte er die Entwicklung der Dienststelle maßgeblich und trug die Verantwortung für zahlreiche polizeiliche Einsätze, organisatorische Entscheidungen sowie die Führung und Förderung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Einsätze wie das Pro-Palästina-Protestcamp an der LMU, der Anschlag auf das NS-Dokumentationszentrum und das Israelische Generalkonsulat am 5. September 2024 sowie die Vielzahl von Konzerten am Königsplatz. Durch seine breite Erfahrung, seine Führungskompetenz und sein hohes Maß an sozialer Verantwortung prägte er die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten in besonderer Weise.
Mit seinem langjährigen Wirken hat Herr Funk einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere in der Maxvorstadt, sowie zur erfolgreichen Arbeit der Münchner Polizei geleistet.
Mit PD Volker Kullmann übernimmt ein erfahrener Polizeibeamter mit vielseitigem beruflichem Werdegang und umfangreicher Führungserfahrung eine neue verantwortungsvolle Aufgabe innerhalb der Bayerischen Polizei.
Seine Laufbahn begann Herr Kullmann im September 1999 als Polizeimeisteranwärter. Nach seiner Ausbildung in der zweiten Qualifikationsebene führte ihn sein beruflicher Werdegang über mehrere Dienststellen und Verbände durch nahezu ganz Bayern. Im Laufe seiner Karriere wechselte er in die vierte Qualifikationsebene und sammelte dabei vielfältige Erfahrungen in unterschiedlichen Aufgabenbereichen der Bayerischen Polizei. Im Jahr 2013 absolvierte er bei der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen erfolgreich seine Führungsbewährung.
Nach einer zweijährigen Verwendung bei der Polizeiinspektion Würzburg-Land war PD Kullmann insgesamt rund zehn Jahre im Polizeipräsidium München tätig. Dort versah er Dienst bei den Polizeiinspektionen 44 (Moosach) und 14 (Westend), in der Abteilung Einsatz (E3- Kriminalitätsbekämpfung), den Kriminalfachkommissariaten KFD 2 (Gewaltdelikte / Jugendkriminalität) und KFD 5 (Eigentumskriminalität) sowie im Präsidialbüro.
Besondere Erfahrungen sammelte Herr Kullmann zudem im Rahmen des ersten G7-Gipfels im Jahr 2015, bei dem er ein Jahr lang im Planungsstab eingesetzt war. Nach dem Studium an der Deutschen Hochschule der Polizei wechselte er zum Bayerischen Landeskriminalamt. Dort übernahm er verschiedene Führungsaufgaben, beispielsweise als stellvertretender Leiter des Mobilen Einsatzkommandos beim BLKA, und war in den vergangenen vier Jahren als Leiter der Führungsgruppe F2 (Einsatz/Verbrechensbekämpfung) tätig.
Mit seiner langjährigen Erfahrung in Führungs- und Einsatzfunktionen, seiner breiten fachlichen Expertise sowie seiner Kenntnis verschiedenster Organisationsbereiche der Bayerischen Polizei bringt Polizeidirektor Kullmann beste Voraussetzungen für seine neue Aufgabe mit.
PD Volker Kullmann und seine über 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PI 12 sind für die Sicherheit der rund 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Dienstbereich zuständig. Zum Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion 12 gehören neben den rund 80.000 Studierenden, die semesterweise aufgrund der hohen Universitätsdichte hinzukommen, eine Vielzahl weiterer Herausforderungen. Jährlich bewältigten die Kolleginnen und Kollegen der Polizeiinspektion 12 etwa 14.500 Einsätze. Die hohe Dynamik des Einsatzgebietes, die Vielzahl unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und Interessen sowie ein abwechslungsreiches Einsatzgeschehen prägen die tägliche Polizeiarbeit.
Darüber hinaus obliegt der Polizeiinspektion 12 eine besondere Verantwortung für mehrere Konsulate im Dienstbereich. Die damit verbundenen Schutzaufgaben stellen hohe Anforderungen an die polizeiliche Betreuung. In diesem Zusammenhang sind insbesondere das Konsulat der Vereinigten Staaten von Amerika und das von Israel hervorzuheben, die als wichtige und verlässliche Partner sowohl auf politischer Ebene als auch im Bereich der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit zu betrachten sind.
Ein weiterer Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit war der Alte Botanische Garten. Dieser Bereich stellte die Einsatzkräfte über Jahre hinweg vor besondere Herausforderungen. Durch ein Bündel verschiedener Maßnahmen – darunter eine verbesserte Beleuchtung, zusätzliche Sport- und Freizeitangebote, eine verstärkte Polizeipräsenz, die Einrichtung von Waffen- und Messerverbotszonen sowie der Einsatz von Videoüberwachung – konnte die Sicherheitslage nachhaltig verbessert und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger gestärkt werden.
Die positive Entwicklung zeigt sich auch in der Kriminalitätsstatistik: Die Zahl der registrierten Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion 12 sank von 3.928 Fällen im Jahr 2024 auf 3.208 Fälle im Jahr 2025. Diese rückläufige Entwicklung spiegelt die insgesamt sinkende Kriminalitätsbelastung wider und ist zugleich Ausdruck der engagierten und erfolgreichen Arbeit der Beschäftigten der Polizeiinspektion 12. Auch im laufenden Jahr setzt sich dieser Trend bislang fort: Die aktuellen Zahlen weisen weiterhin eine rückläufige Entwicklung der Straftaten aus.