BABA3. WÖRTH A.D.DONAU. Gemeinsam für mehr Sicherheit auf den Straßen: In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli 2026 führte die Oberpfälzer Polizei eine groß angelegte Kontrollaktion gegen Verstöße im Großraum- und Schwerverkehr durch. Unterstützt wurde sie dabei von Spezialisten sämtlicher bayerischer Polizeiverbände. Kontrolliert wurde sowohl im Rahmen mobiler Maßnahmen auf den Autobahnen A6 und A93 als auch an einer stationären Großkontrollstelle auf der A3 bei Wörth an der Donau.
Für optimale Einsatzbedingungen sorgte das Technische Hilfswerk Wörth an der Donau, das die Kontrollstelle ausleuchtete und das Technische Hilfswerk Laaber, welches die eingesetzten Kräfte mit Verpflegung unterstützte. Insgesamt waren 64 Einsatzkräfte an der Kontrollaktion beteiligt. Miteingebunden waren zudem Mitarbeiter der Regierung der Oberpfalz und mehrerer Landratsämter. Im Verlauf der Nacht wurden 54 Großraum- und Schwertransporte sowie weitere Schwerverkehrsfahrzeuge einer intensiven Kontrolle unterzogen. Das Ergebnis zeigt erneut, dass der Kontrolldruck notwendig ist: Insgesamt wurden 31 Verstöße festgestellt. Diese gliederten sich in eine Strafanzeige, sechs Geschwindigkeitsverstöße, elf Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie 14 weitere Ordnungswidrigkeiten. In zehn Fällen musste die Weiterfahrt aufgrund erheblicher Mängel oder fehlender Voraussetzungen zunächst unterbunden werden. Besonders schwer wog der Fall eines 54-jährigen rumänischen Lkw-Fahrers, der im Rahmen eines Großraum- und Schwertransportes eine Stahlplatte ohne die erforderlichen Genehmigungen transportierte. Im Zuge der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte zudem fest, dass seine Fahrerlaubnis der Klasse CE bereits seit März 2026 abgelaufen war. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Auch darüber hinaus deckten die Kontrollteams zahlreiche sicherheitsrelevante Verstöße auf. Hierzu gehörten erhebliche Überschreitungen zulässiger Maße und Gewichte, technische Mängel wie gerissene Bremsscheiben und beschädigte Reifen, Verstöße gegen Sozialvorschriften sowie fehlende oder nicht eingehaltene Schwertransportgenehmigungen. In mehreren Fällen war eine Weiterfahrt erst nach Beseitigung der Mängel beziehungsweise nach Vorlage der erforderlichen Genehmigungen möglich.
Ein besonders gravierender Fall betraf einen 52-jährigen rumänischen Kraftfahrer, der mit einem Tieflader einen Steinbrecher ohne die erforderliche Genehmigung transportierte. Neben einer mangelhaften Konfiguration des Kontrollgeräts und einer unzureichenden Ladungssicherung mit obsoleten Sicherungsmitteln stellten die Spezialisten erhebliche technische Defekte am Fahrzeug fest. Unter anderem waren Reifen beschädigt, eine Bremsscheibe der Zugmaschine gerissen und der Rahmen des Aufliegers mehrfach gerissen. Darüber hinaus war die erste Achse des Aufliegers um 87 Prozent, das Gesamtgewicht der Fahrzeugkombination um 57 Prozent überladen. Die Kombination überschritt zudem die zulässige Fahrzeuglänge um mehr als einen Meter und wies einen unzulässigen Ladungsüberhang von 1,9 Metern auf. Eine Weiterfahrt war unter diesen Umständen ausgeschlossen. Das Transportunternehmen musste einen Ersatztransport organisieren.
Die Kontrollaktion verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung gezielter Schwerverkehrskontrollen. Technische Mängel, Überladungen oder fehlende Genehmigungen stellen erhebliche Risiken für alle Verkehrsteilnehmer dar. Durch die enge Zusammenarbeit der Spezialisten aus den verschiedenen Polizeiverbänden konnten zahlreiche Verstöße erkannt und gefährliche Fahrzeuge rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden.
Fazit: Die gemeinsame Kontrollaktion war ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit. Sie setzte ein deutliches Zeichen für konsequente Kontrollen im Schwerverkehr und machte klar, dass Verstöße konsequent verfolgt werden – für mehr Sicherheit auf den Straßen der Oberpfalz.
Veröffentlicht am 7. Juli um 14:30 Uhr