08.07.2026, Polizeipräsidium Oberbayern Nord

INGOLSTADT, 08.07.2026_In Ingolstadt betrogen am Dienstag, den 07.07.2026 bislang unbekannte Täter eine Rentnerin um 100 000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und warnt.

Am frühen Abend erhielt eine 79-Jährige einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon von einem russisch sprechenden Mann, der ihr mitteilte, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte. Um die Verletzte operieren zu können, wären sofort 50 000 Euro nötig.

Zudem solle die Seniorin ihre Handys ins Wasser werfen.

Wenige Minuten später erschien ein Mann und holte die in einer Brotzeitbox verpackten Geldscheine ab.

Unmittelbar danach erhielt sie einen weiteren Anruf, bei dem nochmals 50 000 Euro gefordert wurden. Diesmal, um die Verletzungen der Tochter versorgen zu können.

Wiederum wenige Minuten später übergab die Frau ein zweites Mal 50 000 Euro an den selben Abholer.

Personenbeschreibung:

Männlich, ca. 165 cm groß, rundes Gesicht, schwarz gekleidet

Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die im Zeitraum von 20.00 bis 20.20 Uhr, im Bereich der Goethestraße (zwischen Gutenberg- und Kurt-Huber-Straße) verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0841/9343-0 zu melden.

Um nicht auch Opfer eines Betrugs zu werden:

Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.

Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!

Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!

Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!

Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!

​​​​​​Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!