30.07.2026, Polizeipräsidium Niederbayern

STRAUBING. Die Bekämpfung und Verfolgung von Straftaten umfasst das gesamte Spektrum kriminellen Handelns – von häufig auftretenden Delikten bis hin zu besonderen Kriminalitätsformen, die seltener im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Zu Letzteren zählt die Wildtierkriminalität.

Der Schutz heimischer, streng geschützter Tierarten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, deren erfolgreiche Bewältigung auch eine enge Zusammenarbeit der tangierten Behörden und Institutionen voraussetzt. Vor diesem Hintergrund lud das Polizeipräsidium Niederbayern am 15. Juli 2026 Vertreterinnen und Vertreter wichtiger Fachbehörden und Verbände zu einem gemeinsamen Netzwerktreffen nach Straubing ein. Das Treffen fand im Rahmen des von der Europäischen Kommission geförderten und vom WWF Deutschland geleiteten Projekts „wildLIFEcrime“ statt, an dem sich auch das Polizeipräsidium Niederbayern beteiligt.

An der Veranstaltung nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Staatsanwaltschaft Deggendorf, der Regierung von Niederbayern, des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV), des Bayerischen Bauernverbandes des Bayerischen Jagdverbandes sowie des Polizeipräsidiums Niederbayern teil.

Ziel des Treffens war es, das bestehende Netzwerk weiter auszubauen und die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Straftaten gegen streng geschützte Tierarten wie Greifvögel, Luchs, Wolf, Fischotter und Biber zu stärken.

Im Mittelpunkt des Treffens standen aktuelle Entwicklungen, Erfahrungen aus der Praxis sowie Möglichkeiten, die ressort- und institutionsübergreifende Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Schutz streng geschützter Tierarten nur durch ein gemeinsames und eng abgestimmtes Vorgehen nachhaltig gelingen kann.

Polizeivizepräsident Werner Sika betonte die Bedeutung des gemeinsamen Engagements:

„Der wirksame Schutz streng geschützter Tierarten gelingt nur durch ein enges Zusammenwirken aller beteiligten Behörden und Institutionen. Die Bekämpfung von Artenschutzkriminalität ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die polizeiliche Expertise ebenso erfordert wie das Fachwissen und Engagement der befassten Fachbehörden und Verbände. Das heute weiter gefestigte Netzwerk schafft hierfür die notwendigen Voraussetzungen und trägt dazu bei, Artenschutzdelikte zu verhindern sowie Straftaten noch effektiver aufzuklären und zu verfolgen.“

Mit dem Netzwerktreffen setzt das Polizeipräsidium Niederbayern ein Zeichen für den Schutz der heimischen Tierwelt.


Medienkontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, PKin Gibis, Tel.: 09421/ 868-1015
Veröffentlicht: 30.07.2026, 16:00 Uhr