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12.01.2021, Landeskriminalamt


22. Juli 2016 - Gewalttat am OEZ (Die spektakulärsten Fälle des Bayerischen Landeskriminalamtes)


Übersicht

Ausnahmezustand in München. Der öffentliche Nahverkehr ist eingestellt, von einem Terroranschlag ist in den sozialen Netzwerken die Rede. Schüsse in der Innenstadt, im Hofbräuhaus und am Stachus.

Der 18-jährige David Ali S. erschoss zwischen 17.51 Uhr und 17:59 Uhr neun Menschen. "Kommt heute um 16 Uhr in Meggi am OEZ ich spendiere euch was wenn ihr wollt aber nicht zu teuer". Mit dieser Nachricht hatte er versucht, über einen gefakten Facebook-Account Jugendliche dorthin zu locken. Doch keiner kam seiner Aufforderung nach. Trotzdem tötete David Ali S. fünf junge Menschen im Schnellrestaurant. Danach ging er auf die Straße und schoss um sich. Drei weitere Menschen wurden in unmittelbarer Nähe tödlich getroffen. Der 18-jährige ging weiter in das Einkaufszentrum und erschoss hier sein letztes Opfer. Auf dem Parkdeck kam es zu dem ersten Zusammentreffen mit Polizeibeamten, die einen Schuss auf ihn abgaben, ohne ihn zu treffen. David Ali S. flüchtete und versteckte sich fast zwei Stunden in einer Wohnanlage in unmittelbarer Nähe. Um 20.23 Uhr verließ er sein letztes Versteck im Fahrradkeller in der Henckystraße. Er traf wieder auf Polzisten und tötete sich vor deren Augen selbst.

Gleich zu Beginn dieses Einsatzes wurde Terroralarm ausgelöst. Damit war festgelegt, dass die Ermittlungen durch das Bayerische Landeskriminalamt geführt werden. Die gegründete Sonderkommission umfasste mehr als 60 Beamte aller Fachrichtungen. Ziel war zu klären, ob der Amokläufer Mittäter oder Mitwisser hatte, was seine Motive waren, wo er sich versteckte und woher er die Waffe hatte.

Die Herkunft der Tatwaffe war schnell geklärt. Digitale Spuren ergaben Hinweise auf einen Waffenkauf im Darknet. In enger Zusammenarbeit mit dem Zoll und der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft konnte der Verkäufer bei einer fingierten Waffenübergabe festgenommen werden.

Akribische Untersuchungen aller sichergestellten Gegenstände, mehr als 2000 Anwohnerbefragungen und die Sichtung von mehr als 1000 Videos ergaben schließlich ein genaues Bild der schrecklichen Tat. Mitwisser oder gar Mittäter konnten knapp sechs Monate nach der Tat ausgeschlossen werden.

Das Motiv konnte nicht mehr abschließend geklärt werden. Es muss davon ausgegangen werden, dass David Ali S. ein Bündel an Motiven hatte. Mobbing, psychische Probleme, ein Hass auf ausländische Mitbürger und andere Gründe waren wohl auslösend für den Amoklauf am Münchner OEZ.


 

 

 

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