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12.01.2021, Landeskriminalamt


15. September 1981 - Der tragische Fall der Ursula Herrmann (Die spektakulärsten Fälle des Bayerischen Landeskriminalamtes)


Übersicht

Opfer eines abscheulichen Kidnappingfalls wurde am 15. September 1981 die zehnjährige Ursula Herrmann aus Eching am Ammersee. Das Mädchen befand sich mit dem Rad auf dem Weg nach Hause, wo die Schülerin nie ankam. Noch am selben Abend wurde das Fahrrad unweit des Weges gefunden. Der Vermisstenfall entpuppte sich als Verbrechen. Nach sieben Schweigeanrufen, in denen der Signalton der Radiowelle "Bayern 3" abgespielt wurde, erhielten die Eltern zwei Tage nach dem Verschwinden ihrer Tochter einen Erpresserbrief. In dem Schreiben stellte die Täterseite die Freilassung in Aussicht, falls zwei Millionen Mark Lösegeld bezahlt würden.



Was die Eltern nicht wussten: Das Mädchen war zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Es war nämlich erstickt, kurz nachdem es in eine in die Erde eingegrabene Holzkiste gesperrt worden war. Suchkommandos fanden den Behälter mit der Leiche des Kindes am 4. Oktober 1981.

Fast 5.000 Hinweisen wurde nachgegangen, wovon ein gutes Drittel unbrauchbar war. 33.000 Personen wurden in den EDV-Systemen erfasst, 20.000 Fingerabdrücke verglichen, 100 Gutachten erstellt. Zur DNA-Analyse wurden Mundhöhlenabstriche bei über 500 Personen veranlasst. Im Rahmen ihrer Ermittlungen kamen die Beamten zu dem Schluss, die Tat habe so langwierige und umfangreiche Vorbereitungen erfordert, dass sie kaum unbemerkt hätte bleiben dürfen. Dennoch blieben die Bemühungen ohne Erfolg und allein die Spurenakten füllten am Ende 12 Stahlschränke.

Erst im Jahr 2007 konnte ein Tonbandgerät beschlagnahmt werden, für das im April 2008 ein aufwendiges Phonetikgutachten erstellt wurde. Demzufolge wäre es aufgrund technischer Besonderheiten des Geräts möglich, Telefonanrufe mit jenem charakteristischen Merkmalen vorzubereiten, die in den von der Polizei aufgezeichneten Anrufen festzustellen waren. Aus gutachterlicher Sicht war dieses Gerät mit hoher Wahrscheinlichkeit bei den tatrelevanten Anrufen verwendet worden. Im Mai 2008 wurde der 58-jährige Werner M. in Kappeln festgenommen. Dieser hatte Anfang der 1980er Jahre ebenfalls im Wohnort der entführten Ursula gelebt.

Der Beschuldigte wurde wegen schweren erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge in einem der längsten Indizienprozesse der deutschen Kriminalgeschichte angeklagt und nach 56 Verhandlungstagen beim Landgericht Augsburg zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.




 

 

 

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