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26.05.2020, Landeskriminalamt


6. April 2004 – Briefbombenserie (Die spektakulärsten Fälle des Bayerischen Landeskriminalamtes)


Übersicht

Von April bis November 2004 erschütterte eine Briefbombenserie den Freistaat. Insgesamt wurden neun Briefbomben an Kommunalpolitiker in Niederbayern, an den polnischen Generalkonsul in München, an den Regierungspräsidenten von Unterfranken und an den Präsidenten der Oberfinanzdirektion in München verschickt.


Briefbombe
Briefbombe


Glücklicherweise explodierte nur in einem einzigen Fall eine der Bomben, jedoch wurde dabei eine Angestellte des Landratsamtes in Regen verletzt. Das im Bayerischen Landeskriminalamt zuständige Sachgebiet für Sprengstoffdelikte richtete die Sonderkommission (Soko) Briefbomben ein und setzte für die Klärung der Sprengstoffverbrechen zuletzt eine Belohnung in Höhe von 25.000 Euro aus.

Die Ermittler stellten fest, dass der Postkasteneinwurf aller Briefbomben im Einzugsbereich des für Straubing-Bogen zuständigen Briefverteilzentrums 94 stattgefunden haben musste. Um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, wurde die Operative Fallanalyse Bayern (OFA) in die Ermittlungen eingebunden. Unter Betrachtung aller vorliegenden Erkenntnisse kam man schließlich zu dem Schluss, dass der Täter mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen geografischen Ankerpunkt im Großraum Hutthurm haben musste.

Aufgrund dieser Erkenntnisse und an den Briefbomben gesicherter Spuren entschlossen sich die Ermittler unter anderem, eine DNA-Reihenuntersuchung im Gemeindebereich von Hutthurm durchzuführen. Die Untersuchung war vom 26. bis 28. November 2004 geplant. Ca. 2300 Männer im Alter zwischen 17 und 70 Jahren wurden mit einem persönlich adressierten Schreiben hierzu eingeladen. Die Untersuchung selbst fand in der Volksschule Hutthurm statt und war die bisher umfangreichste DNA-Reihenuntersuchung des Bayerischen Landeskriminalamtes. Am ersten Tag der Untersuchung wurden 594 Speichelproben von insgesamt 697 Probanden entnommen.

Am zweiten Tag wurden die Ermittler über das Auffinden einer verbrannten Leiche auf einem Feld im Gemeindegebiet Hutthurm informiert. Die Soko Briefbomben veranlasste eine sofortige Obduktion und DNA-Analyse zum Vergleich mit den bereits gesicherten Spuren. Die DNA-Untersuchung ergab eindeutig, dass es sich bei der männlichen Leiche um den Versender der Briefbomben handelte.

Der Täter, ein 22-jähriger Hutthurmer, hatte sich durch die DNA-Reihenuntersuchung als Täter überführt gesehen und sich mit einem selbstgebauten Sprengsatz getötet. Sein Motiv blieb unklar und konnte nie gänzlich nachvollzogen werden.


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