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30.06.2020, Landeskriminalamt


13. Februar 1970 - Brandanschlag auf Israelitische Kultusgemeinde (Die spektakulärsten Fälle des Bayerischen Landeskriminalamtes)


Übersicht

25 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus ereignete sich in München eines der grausamsten antisemitischen Verbrechen der Nachkriegszeit. In den Abendstunden des 13. Februar 1970 betraten unbekannte Personen das Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern in der Münchner Innenstadt. Ziel der Täter waren die oberen Stockwerke des Gemeindezentrums, welche sowohl als Altenheim dienten als auch jungen Studenten eine Unterkunft boten.

Die Täter verteilten in mehreren Stockwerken des hölzernen Treppenhauses ein Öl-Benzin-Gemisch und zündeten dieses in der Nähe des Ausgangs an. Das Feuer breitete sich rasend schnell über das gesamte Gebäude aus und machte dadurch eine Flucht über das Treppenhaus unmöglich.

Nicht zuletzt aufgrund des konsequenten und schnellen Eingreifens der alarmierten Münchner Feuerwehr konnte ein Großteil der rund 50 Hausbewohner gerettet werden. Für fünf Männer und zwei Frauen kam jedoch tragischerweise jede Hilfe zu spät. Unter den Verstorbenen befanden sich zwei Opfer, welche den Holocaust und die Vernichtungslager der Nationalsozialisten überlebt hatten.

Der Anschlag löste in der ganzen Bundesrepublik Deutschland große Betroffenheit, Trauer und Empörung aus. Zur Aufklärung der Tat richtete die Bayerische Polizei mit Unterstützung des Bundeskriminalamtes eine 60-köpfige Sonderkommission ein. Zunächst richtete sich der Verdacht der Ermittler auf militante linke Gruppierungen wie die „Tupamaros“, welche wenige Monate zuvor einen Sprengsatz in der Jüdischen Gemeinde Berlin platziert hatten. Ebenso wurde zum damaligen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen, dass es sich bei den Tätern um Rechtsextremisten oder palästinensische Extremisten handeln könnte. Letztlich konnten jedoch bis heute trotz intensiver Bemühungen und Auswertung hunderter Hinweise aus der Bevölkerung die Täter nicht ermittelt und ihre Motive nicht geklärt werden.

Zum 50. Jahrestag des Anschlages und zum Gedenken an die Verstorbenen fand am 16. Februar 2020 ein Gottesdienst in der Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau statt. Darüber hinaus wurde den Opfern im Rahmen einer öffentlichen Fotoausstellung auf dem Gärtnerplatz in München gedacht.


 

 

 

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