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22.04.2021, PP Schwaben Nord


Bilanz der Schwerpunktaktion „24-Stunden-Blitzmarathon“


Nach dem pandemiebedingten Ausbleiben im Jahr 2020 fand in diesem Jahr der mittlerweile achte Bayerische 24-Stunden-Blitzmarathon statt, der vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk 'ROADPOL' koordiniert wurde, an dem sich das Polizeipräsidium Schwaben Nord natürlich wieder beteiligte. Die Schwerpunktaktion fand im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramm 2030 „Bayern mobil - sicher ans Ziel“ in der Zeit vom 21.04.2021, 06:00 Uhr, bis 22.04.2021, 06:00 Uhr, bayernweit statt.

In Nordschwaben waren rund 150 Einsatzkräfte an den vorab medial angekündigten Messstellen, für die Überwachung der Geschwindigkeit eingesetzt. Ziel des 24-Stunden-Blitzmarathon war es, Verkehrsteilnehmer für die schweren Folgen durch überhöhte Geschwindigkeit nachhaltig zu sensibilisieren und darüber aufzuklären. Nach wie vor ist dies die Hauptunfallursache bei schweren Unfällen mit Verletzten und Getöteten. Die Zahl solcher schweren Unfälle soll so weit wie möglich gesenkt, die Sicherheit auf Landstraßen noch weiter gesteigert und besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer (wie Kinder, Senioren, Fußgänger und Radfahrer) noch besser geschützt werden.

Die verstärkten Kontrollen sollen Bürgerinnen und Bürger auf das Verkehrssicherheitsprogramm 2030 und dessen Ziele aufmerksam machen. Insbesondere sollen auch weitere unfallverursachende Verstöße wie Betäubungsmittel-/Alkoholkonsum, Benutzung von Mobiltelefonen am Steuer und Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes konsequent verfolgt werden.


Ergebnisse der Schwerpunktaktion im PP Schwaben Nord:

Im Überwachungszeitraum führten die nordschwäbischen Einsatzkräfte Geschwindigkeitsmessungen mit Großgeräten sowie Handlasermessgeräten durch.

Die Durchlaufzahl, der mit Großgeräten gemessenen Verkehrsteilnehmer, an den Kontrollstellen lag mit 10.177 gemessenen Fahrzeugen (2019: 9.186) um über 15 % höher als bei der letzten Aktion. Die Messungen mit diesen und auch mit Handlasermessgeräten fanden an knapp 60 Messstellen statt.

Insgesamt mussten dieses Jahr 233 Fahrzeugführer wegen Geschwindigkeitsverstößen beanstandet werden (2019: 316 - entspricht einem Rückgang um über einem Drittel).

Das Gesamtbild der Geschwindigkeitsüberschreitungen in den einzelnen Landkreisen sowie dem Stadtgebiet Augsburg lässt sich wie folgt darstellen:

• Stadt Augsburg:
o 61 Geschwindigkeitsverstöße
• Landkreis Augsburg:
o 94 Geschwindigkeitsverstöße
• Landkreis Aichach-Friedberg:
o 25 Geschwindigkeitsverstöße
• Landkreis Dillingen:
o 40 Geschwindigkeitsverstöße
• Landkreis Donau-Ries:
o 13 Geschwindigkeitsverstöße

Die örtlich zuständigen Verkehrspolizeiinspektionen beteiligten sich ferner auch mit zivilen Messfahrzeugen und waren neben der BAB A8, den Bundesstraßen B2, B16, B17 und B300 im gesamten Zuständigkeitsbereich unterwegs.

Den traurigen Höchstwert erreichte ein Fahrzeugführer eines Audi Q5 mit einheimischen Kennzeichen an der Messstelle der Bundesstraße B16 bei Schwenningen (Landkreis Dillingen). Er passierte die Stelle mit 165 km/h bei erlaubtem Tempo 100. Auf den oder die Fahrer/in kommen neben einer empfindlichen Geldbuße zwei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg zu.

Bei einer Anhaltung nach einem Geschwindigkeitsverstoß auf der Staatsstraße 2035 bei Petersdorf, mit gemessenen 34 km/h über den erlaubten 80 km/h, fand ein Fahrer nur eine mäßige Ausrede für sein Fehlverhalten. Er gab an, sein Fahrzeug erst seit einem halben Jahr im Besitz zu haben und die Geschwindigkeit damit noch nicht einschätzen zu können.

Eine Kontrolle im Bereich der PI Augsburg Ost führte sogar zu einem Fahndungstreffer. Die Polizei kontrollierte einen 21-Jährigen gegen den ein Untersuchungshaftbefehl vorlag. Der Mann wurde festgenommen und bis zu seiner richterlichen Vorführung in den Arrest der Polizei eingeliefert.

Bei den Geschwindigkeitskontrollen stellte die Polizei insgesamt 88 sonstige Verstöße fest. Dabei wurden 33 Verkehrsordnungswidrigkeiten-Anzeigen erstellt und 55 Verwarnungen ausgesprochen. Zumeist waren es Verstöße im Zusammenhang mit der Gurtpflicht, der Verwendung von Mobiltelefonen sowie Ausrüstungsverstöße. Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss konnten dieses Jahr erfreulicherweise nicht festgestellt werden.

Das Polizeipräsidium Schwaben Nord weist ausdrücklich darauf hin, dass nicht das „Abkassieren“ von Verkehrsteilnehmern im Vordergrund stand, vielmehr sollen mit derartigen Verkehrsüberwachungsmaßnahmen schwere Unfallfolgen verhindert und im besten Fall Menschenleben gerettet werden.

Die nordschwäbische Polizei wird dem nicht nur durch solche öffentlichkeitswirksamen angekündigten Aktionen entgegenwirken, sondern auch weiterhin flächendeckend Geschwindigkeitskontrollen durchführen, um die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren und so die Sicherheit für Bürgerinnen und Bürger im Straßenverkehr weiter zu erhöhen.

Polizeivizepräsident Markus Trebes: „Hinter allen statistisch festgestellten Eckdaten verstecken sich nicht selten persönliche Schicksale und langanhaltendes menschliches Leid. Viele dieser teils schwerwiegenden Unfallfolgen könnten durch die Beachtung ein paar weniger Vorschriften der Straßenverkehrsordnung vermieden werden, wenn jeder seinen Beitrag dazu leistet. Hierzu gehört maßgeblich der Faktor nicht angepasste Geschwindigkeit. Rasen tötet!“


Weitere Infos unter:


 

 

 

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