13.02.2025, Polizeipräsidium München

Medieninformation der Polizei München vom 13.02.2025

248.     Fälschung von Rezepten für hochpreisiges Arzneimittel; Festnahme von zwei Tatverdächtigen – Bogenhausen

249.     Raubdelikt – Maxvorstadt

250.     Raubdelikt; Festnahme von zwei Tatverdächtigen – Ramersdorf

            -siehe Medieninformation vom 10.02.2025, Nr. 233

251.     Kollision von Pkw mit einem Polizeibeamten im Rahmen eines Einsatzes; Polizeibeamter wird verletzt – Maxvorstadt

252.     Verbotenes Kraftfahrzeugrennen – Milbertshofen, Schwabing, Maxvorstadt

253.     Mehrere Einbrüche in Wohnungen – Ludwigsvorstadt, Isarvorstadt


248.     Fälschung von Rezepten für hochpreisiges Arzneimittel; Festnahme von zwei Tatverdächtigen – Bogenhausen 

Am Dienstag, 04.02.2025, informierte eine Münchner Apotheke die Polizei über eine aktuelle Vorbestellung eines hochpreisigen Arzneimittels zur Gewichtsreduktion und Diabetes-Behandlung. Die Apotheken Mitarbeiter hatten dabei den Verdacht auf eine mögliche Betrugstat. Die Apotheke wurde daraufhin von zivilen Einsatzkräften beobachtet und gegen 15:00 Uhr betraten zwei männliche Personen (29 und 41 Jahre, beide ukrainische Staatsbürger, die in Unterkünften im Landkreis Miesbach wohnen) die Apotheke und wollten das Arzneimittel unter Vorlage eines gefälschten Kassenrezeptes abholen.

Danach konnten die beiden Täter durch Polizeikräfte dabei beobachtet werden, wie sie in weiteren Apotheken im Stadtgebiet München Rezepte für das Medikament einlösen wollten.

Gegen 17:30 Uhr wurden dann beide Personen an einer Bushaltestelle im östlichen Stadtgebiet von Polizeikräften festgenommen.

Im Rucksack des 29-Jährigen konnten vier Packungen des Arzneimittels festgestellt werden, sowie weitere Rezeptfälschungen.

Der 29-Jährige und der 41-Jährige wurden der Haftanstalt überstellt, wo sie wenig später einem Ermittlungsrichter vorgeführt wurden. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl.

Gegen beide wird nun wegen Urkundenfälschung, Betrug und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz ermittelt.

Die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernimmt das Kommissariat 84.


249.     Raubdelikt – Maxvorstadt 

Am Montag, 10.02.2025, erschien gegen 07:15 Uhr, ein 36-Jähriger mit Wohnsitz in Sachsen-Anhalt auf einer Polizeiinspektion und gab an, gegen 06:30 Uhr von drei unbekannten Männern überfallen worden zu sein.

Der 36-Jährige hielt sich zu dem Zeitpunkt am Zentralen Omnibusbahnhof im München auf. Er wollte die drei unbekannten Männer nach dem Weg zu einer Adresse fragen. Unter dem Vorwand, dass ihn die drei Männer dorthin begleiten, lockten sie ihn in die Bernhard-Wicki-Straße. Dort wurde er von einem der Männer festgehalten, während ihm ein anderer versuchte seine Tasche zu entreißen.

Im Zuge der Tat zog einer der Täter ein Messer und verletzte den 36-Jährigen an der Hand. Dadurch gelang es ihm die Tasche an sich zu nehmen und die Täter entfernten sich von der Tatörtlichkeit.

Der 36-Jährige trug eine Schnittverletzung davon, welche in einem Krankenhaus versorgt werden mussten.

Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Täter wurden wie folgt beschrieben:

Männlich, 22-25 Jahre alt, zwischen 180 und 190 cm groß, sprachen afghanisch untereinander; sie trugen FFP-2-Masken, Bauarbeiterkleidung und schwarze Kappen

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Zentraler Omnibusbahnhof, Bernhard-Wicki-Straße und Klaus-Mann-Platz (Maxvorstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


250.     Raubdelikt; Festnahme von zwei Tatverdächtigen – Ramersdorf 

            -siehe Medieninformation vom 10.02.2025, Nr. 233

Wie bereits berichtet, kam es am Montag, 10.02.2025, gegen 04:40 Uhr, zu einem Raubdelikt in der Haldenseestraße. Hierbei wurde ein Taxifahrer überfallen und eine Geldbörse mit einem dreistelligen Bargeldbetrag entwendet.

Am Mittwoch, 12.02.2025, meldete sich gegen 00:15 Uhr, eine Frau mit Wohnsitz in München bei der Polizei und gab an, dass zwei Männer, die sie bei sich in der Wohnung aufgenommen hat, über die Tat vom Montag gesprochen hatten.

Hierbei ergaben sich Anhaltspunkte, dass es sich bei den beiden Männern um die Tatverdächtigen handeln könnte. Streifen der Münchner Polizei wurden zur Wohnung geschickt und konnten dort zwei Männer feststellen. Diese wurde vorläufig festgenommen.

Es handelt sich hierbei um einen 20-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit und einen 20-Jährigen mit italienischer Staatsangehörigkeit (beide ohne festen Wohnsitz in Deutschland). Beide Männer wurden nach erfolgter Anzeigenerstattung der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt und einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl gegen beide.

Das Kommissariat 21 führt weiterhin die Ermittlungen.


251.     Kollision von Pkw mit einem Polizeibeamten im Rahmen eines Einsatzes; Polizeibeamter wird verletzt – Maxvorstadt 

Am Mittwoch, 12.02.2025, gegen 15:10 Uhr, befand sich ein 26-Jähriger mit polnischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland zu Fuß im Bereich Elisen- und Luisenstraße. Er hielt eine Glasscherbe in der Hand und zeigte ein gefährdendes Verhalten. Zeugen alarmierten den Polizeinotruf 110, woraufhin mehrere Streifen der Münchner Polizei zur Einsatzörtlichkeit geschickt wurden, um die Situation zu klären. Der Bereich um die Person wurde abgesperrt.

Während des Einsatzes betrat ein 27-jähriger Polizeibeamter die Fahrbahn der Luisenstraße. In diesem Moment fuhr dort ein 42-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Ebersberg mit einem Tesla Pkw. Es kam zu einem Zusammenstoß des Fahrzeugs mit dem Polizeibeamten. Dieser wurde dabei verletzt und er musste vom Rettungsdienst zur weiteren ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Er ist momentan nicht dienstfähig.

Der Verkehrsunfall wurde von der Münchner Verkehrspolizei aufgenommen.

Von den weiteren eingesetzten Polizeibeamten konnte der 26-jährige Pole gesichert werden. Er wurde aufgrund seines gefährdenden Verhaltens in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.


252.     Verbotenes Kraftfahrzeugrennen – Milbertshofen, Schwabing, Maxvorstadt

Am Mittwoch, 12.02.2025, gegen 22:30 Uhr, informierte ein Pkw-Fahrer den Notruf 110, da er im Bereich des Frankfurter Rings fünf Pkw bemerkt hatte (BMW und Mercedes), deren Fahrer mit diesen Fahrzeugen sehr auffällig fuhren. Sie würden an roten Ampeln halten und danach sehr stark beschleunigen. Nach Einschätzung des Zeugen würden die Fahrzeuge dabei die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten deutlich überschreiten. Mehrere unbeteiligte Pkw-Fahrer mussten auch mit ihren Pkws bereits stark abbremsen, um Unfälle zu vermeiden. Die Fahrtstrecke wäre vom Frankfurter Ring über die Ingolstädter Straße und die Leopoldstraße stadteinwärts.

Sofort wurden mehrere Streifen der Münchner Polizei in diesen Bereich geschickt. Die eingesetzten Beamten konnten die fünf Pkw im Bereich Odeonsplatz und Ludwigstraße feststellen. Die Fahrer (18 bis 24 Jahre, mit Wohnsitzen in München, Freising und Sachsen-Anhalt) wurden kontrolliert. Sie wurden wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens angezeigt. Die Führerscheine der fünf Fahrer, mehrere Mobiltelefone und drei Mercedes Pkw wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.

Nach der Anzeigenerstattung und Sachbearbeitung wurden alle Personen wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Verkehrspolizei.

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Frankfurter Ring, Ingolstädter Straße und Leopoldstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können und insbesondere auch Pkw-Fahrer, die von dem Vorfall betroffen waren, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsanzeigen, 089/6216-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


253.     Mehrere Einbrüche in Wohnungen – Ludwigsvorstadt, Isarvorstadt

Fall 1:
Am Mittwoch, 12.02.2025, zwischen 08:00 Uhr und 11:30 Uhr, konnten bislang unbekannte Täter in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus einbrechen. Sie konnten die Wohnungstür öffnen und durchsuchten danach die Räume. Sie konnten Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren tausend Euro entwenden. Nach der Tat entfernten sie sich unerkannt vom Tatort.

Fall 2:
Am selben Tag zwischen 08:30 Uhr und 19:00 Uhr, konnten bislang unbekannte Täter in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus einbrechen. Sie konnten dort auch die Wohnungstür öffnen und danach durchsuchten sie die Zimmer. Sie konnten Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro entwenden und sie entfernten sich nach der Tat unerkannt vom Tatort.

Fall 3:
Am Mittwoch, 12.02.2025, gegen 12:00 Uhr, klingelten bislang unbekannte Täter an einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Eine Anwohnerin war zu der Zeit in der Wohnung anwesend und da sie eine wichtige Arbeit zu erledigen hatte, nahm sie keinen Kontakt mit den Personen an der Wohnungstür auf. Plötzlich hörte sie Geräusche im Bereich des Türschlosses. Sie machte auf sich aufmerksam und als sie Schritte im Flur hörte, öffnete sie kurz die Tür und sah zwei Personen (einen Mann und eine Frau), die sich entfernten.

Sie alarmierte sofort den Polizeinotruf 110, woraufhin mehrere Streifen der Münchner Polizei zur Einsatzörtlichkeit geschickt wurden. Die Einsatzkräfte nahmen Fahndungsmaßnahmen auf, die keine Hinweise auf die Täter brachten.

In allen drei Fällen wurden Spursicherungsarbeiten von der Münchner Kriminalpolizei an den Tatorten durchgeführt. Nach den ersten Ermittlungen könnte ein Tatzusammenhang bei diesen Fällen bestehen.

Das Kommissariat 53 hat in allen drei Fällen die Ermittlungen übernommen.

Die Täter wurden wie folgt beschrieben:

Täter 1:
Männlich, ca. 25-30 Jahre alt, schlank, helle Haut, leicht wellige Haare

Täterin 2:
Weiblich, ca. 25-30 Jahre alt, schlank, schulterlange, aschblonde Haare; mausgraue Winterjacke ohne Kapuze

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Goethestraße, Bavariaring, und Paul-Heyse-Straße (Ludwigsvorstadt, Isarvorstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Die Münchner Kriminalpolizei bittet die Anwohner, Aufzeichnungen eventuell installierter Überwachungskameras zum Tatzeitraum zu sichten. Auch wenn lediglich die Überwachung von Privatgelände rechtlich möglich ist, ist eine Aufnahme der unbekannten Täter denkbar.