20.02.2025, Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Zwei Fälle innerhalb eines Tages - nach Schockanrufen wurden hohe Bargeldsummen und hochwertiger Schmuck übergeben

LKR. GARMISCH-PARTENKIRCHEN / LKR. ROSENHEIM. Am Mittwoch, 19. Februar 2025, kam es nach betrügerischen Anrufen erneut zu zwei Übergaben hoher Bargeldbeträge und hochwertigen Schmucks an unbekannte Abholer. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen und warnt erneut vor den betrügerischen Maschen.

In den vergangenen Tagen kam es erneut zu betrügerischen Anrufen im südlichen Oberbayern. Leider hatten die Betrüger in zwei Fällen „Erfolg“ und die Geschädigten übergaben Bargeld und Schmuck von hohem Wert.

Am Mittwoch (19. Februar 2025) wurden in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Rosenheim eine 85-jährige Frau und ein 66-jähriger Mann telefonisch von Betrügern kontaktiert. In beiden Fällen hatten sich die Trickbetrüger als falsche Polizeibeamte ausgegeben und vorgespiegelt, ein Angehöriger der 85-Jährigen sowie des 66-Jährigen hätte einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und nun müsse eine Kaution zur Freilassung der Angehörigen hinterlegt werden.

Leider hatten die Betrüger mit ihrer perfiden, hinterlistigen Masche Erfolg:
Die 85-jährige Frau übergab gegen 14.30 Uhr, an ihrer Wohnadresse in der Innenstadt von Mittenwald, Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich und Schmuck im Gesamtwert eines höheren fünfstelligen Betrags.
Der 66-Jährige übergab gegen 15.30 Uhr ebenfalls an seiner Wohnadresse, im nördlichen Bereich von Rosenheim, eine höhere fünfstellige Summe an Bargeld.

Beide Abholer konnten sich nach den Übergaben in unbekannte Richtung entfernen.

Zu dem Abholer in Rosenheim liegt eine vage Personenbeschreibung vor:

  • männlich
  • ca. 20-30 Jahre alt
  • blonde kurze Haare
  • ca. 160cm groß
  • zierliche Statur
  • mitteleuropäische Erscheinung
  • trug helle Kleidung​​​​​

Hinweis: das Bargeld wurde durch den Geschädigten in einer weiß-grauen Einkaufstasche aus festem Stoff mit bunten Fahrrad-Aufdrucken übergeben. Möglicherweise trug diese der Abholer offen bei sich.

Die Ermittlungen zu diesem Fall hat die für organisierte Betrugsdelikte zuständige Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben, KPI(Z), des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, unter Sachleitung der zuständigen Staatsanwaltschaft, übernommen.

Hierbei bitten die Ermittler auch um Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Klärung der Tat beitragen können. Zeugen, die sachdienliche Hinweise vor während oder nach den Taten in Mittenwald oder Rosenheim geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0861 9873 505 bei der KPI(Z) oder bei jeder anderen Dienststelle zu melden.

Die Thematik Enkeltrick und Schockanrufe sind überregional auftretende Phänomene und beschäftigen die Polizei immer wieder aufs Neue. Die perfiden Maschen der Täter sind dabei flexibel und die Täter agieren jeweils mit verschiedenen Legenden. Die Polizei setzt alles daran, dieses hochkriminelle Phänomen zu bekämpfen. Hierbei appelliert die Polizei immer wieder an die Bevölkerung:

  • Übergeben Sie NIEMALS Bargeld oder Wertgegenstände an Ihrer Wohnadresse oder im öffentlichen Bereich an Ihnen unbekannte Personen!
  • Die Polizei sowie andere Ermittlungsbehörden würden Sie NIEMALS am Telefon zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen auffordern! Legen Sie sofort auf und kontaktieren Sie den Polizeinotruf „110“!
  • Sprechen Sie die Thematik Enkeltrick und Schockanrufe in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis an und sensibilisieren Sie Ihre „Liebsten“ zur Vorsicht in höchstem Maße!
Logo "Vorsicht Trickbetrug"

Ansprechpartner

Polizeipräsidium 
Oberbayern Süd

Pressestelle
Lisa Maier
Kaiserstr. 32
83022 Rosenheim
Tel: 08031 200-1013
E-Mail-Kontakt

Folgen Sie unserem WhatsApp-Kanal
QR-Code WhatsApp Kanal PP OBS