24.01.2025, Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

Brennender Wäschekorb stellt sich als dringender Tatverdacht eines versuchtes Tötungsdelikt heraus

URSBERG. Ein brennender Wäschekorb in einer Wohngruppe des Dominikus-Ringeisen-Werks in Ursberg entpuppt sich als mögliches versuchtes Tötungsdelikt. Ein Bewohner gestand, den Brand absichtlich gelegt zu haben.

Wie bereits berichtet, kam es am Abend des 25.11.2024 in einer Wohngruppe des Dominikus-Ringeisen-Werks (DRW) zu einem Brand im Flur. Ein Wäschekorb hatte Feuer gefangen, der von der Feuerwehr rasch gelöscht werden konnte. Der Sachschaden beträgt rund 5.000 Euro, Personen wurden nicht verletzt. Nachträglich gestand ein 30-jähriger Bewohner der Wohngruppe gegenüber DRW-Mitarbeitern, den Brand absichtlich gelegt zu haben. Hintergrund war ein Streit mit seiner Freundin am selben Tag. Der Beschuldigte wurde wegen akuter Fremdgefährdung auf Initiative des DRW in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Die Staatsanwaltschaft Memmingen und die Kriminalpolizeiinspektion Memmingen ermitteln wegen versuchten Mordes in sieben Fällen zum Nachteil der Mitbewohner. Die weiteren Ermittlungen begründeten einen dringenden Tatverdacht, so dass die Staatsanwaltschaft Memmingen einen Unterbringungshaftbefehl wegen versuchten Mordes beantragte, der durch das Amtsgericht Memmingen erlassen und in Vollzug gesetzt wurde. Der Beschuldigte wurde vorläufig geschlossen in ein psychiatrisches Krankenhaus untergebracht. Das eingeholte psychiatrische Sachverständigengutachten kommt zu dem vorläufigen Ergebnis, dass die Schuldfähigkeit des Beschuldigten bei Tatbegehung erheblich vermindert war.  (KPI Memmingen)

 

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