06.05.2021, Polizeipräsidium Unterfranken

FreD - Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten - Hilfsangebote in Unterfranken

Logo zur Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten, FreD

Das Projekt „FreD - Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten“ ist ein frühzeitiges Interventionsangebot, das die Lücke zwischen universeller Prävention (z. B. an Schulen) und der Suchttherapie schließt. FreD-Beratungskurse werden bundesweit von Beratungsstellen angeboten. Die bundesweit registrierten Beratungsstellen sind auf der FreD-Internetpräsenz angeführt.

Dem Polizeipräsidium Unterfranken ist es wichtig, die Jugendlichen, die bei der Polizei mit einem Drogendelikt aufgefallen sind, nicht ohne entsprechende Hilfsangebote zurückzulassen. Daher vermitteln die unterfränkischen Polizeidienststellen seit 01.07.2019 solche erstmals mit einem Rauschgiftdelikt auffällig gewordene Jugendliche in das Projekt FreD (Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten). Diese Regelung gilt für alle Polizeidienststellen mit einem FreD-Standort.

Derzeit findet eine polizeiliche Weitervermittlung mangels entsprechender Beratungsangebote nicht in den Landkreisen Miltenberg, Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen statt.

Bei FreD handelt es sich um einen Interventions- und Beratungskurs, der von verschiedenen Suchtberatungsstellen in Unterfranken angeboten wird. Die erfolgreiche Teilnahme kann sich unter Umständen auch positiv auf ein mögliches Strafverfahren auswirken. Die Teilnahme ist in der Regel kostenfrei und auch Freiwillige können sich dorthin wenden.

  • Informations- und Beratungskurs (2-4 Einheiten) mit vor- und nachgeschalteten Einzelgesprächen (sog. Intake-Gespräch) durch ausgebildete Fachkräfte einer Suchtberatungsstelle, die FreD-Kurse anbietet.
  • Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 14 und 21 Jahren (oder auch jünger), die im Zusammenhang mit Drogenkonsum erstmals auffällig geworden sind und nun Probleme mit der Polizei, der Schule oder auch dem Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz zu erwarten haben.
  • FreD ist freiwillig und kostenfrei. Der Betroffene kann von sich aus oder auf Anregung des Arbeitgebers, der Polizei, des Jugendamtes, der Schule oder anderer Akteure teilnehmen.
  • Nach Abschluss des Kurses erhält der Teilnehmer eine Bestätigung. Wurde der Kurs im Zusammenhang mit einem anhängigen Strafverfahren nach dem BtMG/ NpSG absolviert, so sendet der Betroffene selbst oder die Beratungsstelle in seinem Auftrag die Bescheinigung direkt an die tatortzuständige Staatsanwaltschaft
  • Nutzen für betroffene Jugendliche: Die Teilnahme am FreD-Kurs kann sich für die Jugendlichen unter Umständen positiv auf das Ermittlungsverfahren auswirken. Wichtig ist dabei das enge Zusammenwirken der beteiligten Stellen.
  • Das Projekt FreD wurde im Jahr 2000 im Landesverband Westfalen Lippe (LWL) Münster konzipiert und startete zunächst in acht Bundesländern und an 15 Standorten deutschlandweit. Seit 2016 wird auch das Thema synthetische Substanzen und Neue psychoaktive Stoffe (NpS) einbezogen. Derzeit gibt es rund 120 FreD-Standorte in Deutschland und viele weitere in ganz Europa.

FreD-Angebote Region Mainfranken

WürzburgLohr

Jugend- und Drogenberatung
Kapuzinerstr. 19 (Hinterhof)
97070 Würzburg
Tel. 0931/590 56
E-Mail: mail@drogenberatung-wuerzburg.de

Psychosoziale Beratungsstelle
Sucht- und Drogenberatung
Vorstadtstr. 68
97816 Lohr
Tel. 09352/843-121
E-Mail: psb@caritas-msp.de


FreD-Angebote Region Main-Rhön

SchweinfurtHaßfurt

Landratsamt Schweinfurt
Gesundheitsamt Gesundheitsförderung/Suchtprävention
Schrammstr. 1
97421 Schweinfurt
Tel. 09721/55-459 oder -745
E-Mail: alexandra.goebel@lrasw.de

Jugendsuchtberatung Haßfurt
FreD-Koordinationsstelle
Promenade 37
97437 Haßfurt
Tel. 09521/926-550 (Verwaltung)
E-Mail: suchtberatung@caritas-hassberge.de
Ansprechpartnerin: Frau Dorothea Walter
Tel. 09521/926-563

Bad Kissingen

Landratsamt Bad Kissingen
Kommunale Jugendarbeit
Klosterweg 13
97688 Bad Kissingen
Tel.: 0971/801-7013 (Di, Mi, Do)
E-Mail: jugendschutz@kg.de


FreD-Angebote Region Bayer. Untermain

AschaffenburgMiltenberg

Caritasverband Aschaffenburg –
Stadt und Landkreis e.V.
Treibgasse 26 (Martinushaus)
63739 Aschaffenburg
Tel. 06021/392280
(voraussichtlich ab 01.09.2020)
E-Mail: psb@caritas-aschaffenburg.de

Psychosoziale Beratungsstelle (Suchtberatung)
Caritasverband für den Landkreis Miltenberg e.V.
Hauptstr. 60 (Franziskushaus)
63897 Miltenberg
Tel. 09371/978940
E-Mail: psb@caritas.mil.de
www.caritas-mil.de


FreD-Internetpräsenz - Bundesweite Beratungsstellen